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Dinge unendlich; denn, weil es ein notbwenbigeS Wesen ist, sofolgen alle Handlungen desselben von Ewigkeit her nothwendig ansihm, also eine ewige Schöpfung, d. i. eine unendliche Reihe rrschaf-fencr Dinge."
Antw.: Gerade weil eine unendliche Reihe ein Widerspruch ist,so folgt, daß das nothwendig Existirende durch freie»Willen, nicht durch die Nothwendigkeit von Ewigkeit her, in derZeit die Welt zu erschaffen angefangcn bat.
* Da zum freien Wollen Selbstbewußtsepn, Vernunft notbwenbig ist, sofolgt (auch aus diesem Grunde), daß das nothwendig cristircnde Urwe-sen, wie die Kraft der freien Selbstbestimmung, so auch Selbstbewußt-seyn, Vernunft besitzt. Siehe hierüber Hermes phil. Einl. S. 578 - 585.
2te Einw.: „Wenn man von dem Bedingten auf's Unbedingtte, von dem Werke auf den Urbeber, schließen dürfte: so machteman das Unbedingte vom Bedingten, den Urheber vonseinem Werke, abhängig. Gott, der die erste Wahrheit, derUrquell aller Dinge ist, würde durch ein solches Verfahren zurzweiten, abgeleiteten Wahrheit hcrabgewürdigt, undvon seinen Werken abhängig gemacht."
Antw.: Gibt es denn keinen Unterschied zwischen dem Grun-de der Existenz eines Dinges, und dem Grunde der Er-kennt» iß desselben? Sagt man denn: „Bloß well dieses Werkda ist, eristirt der Urheber desselben; sein Daseyn ist von diesemWerke abhängig?" Sagt man nicht vielmehr: „Aus diesem Werkeerkenne ich den Urheber; dieser Urheber hat den Grund seines Da-seyns nicht in diesem Werke; er würde existiren, wenn er auch die-ses Werk nicht gemacht hätte; aber dann hätte ich ihn ans die-sem Werke nicht erkennen können, und, wenn es sonst keineErkcnntuißgründe für sein Daseyn gäbe, so hätte ich ihn (ohne die-ses Werk) gar nicht erkennen können; ich hätte nichts von sei-nem Daseyn gewußt, obgleich er an sich existirte?"Das Bedingte hat. Len Grund iciner Existenz im Unbedingten; so-bald das Bedingte als etwas Bedingtes erkannt wird, fo erkenntman auch schon das Daseyn des Unbedingten, welches der hinrei-chende Grund der Eristcnz des Bedingten ist. Aus dem Unbe-dingten, Selbstständigen, Nothwcndigen aber kann mannicht a priori (mit Nothwendigkcit) das Daseyn des Bedingten ab-lcitcn, )o daß man mit Rechte sagen könnte: „Das Unbedingte ist,also ist auch das Bedingte (nothwendig);" indem das Unbedingte zu-gleich die unbedingte Kraft der freien Selbstbestimmung hat, alsodas Bedingte erschaffen und nicht erschaffen kann.
3te Einw.: „Das erste. Wesen kann nicht bewiesen werden;denn alles, was bewiesen wird, wird durch Etwas bewiesen, wasfrüher ist, als das zu Beweisende. Aber es gibt nichts Früheres,als das erste Wesen. — Gott ist die erste Wahrheit; aber die ersteWahrheit kann nicht bewiesen werden."
Antwort: „Schon Tournely (1734, in seinem FoliantenS. 4V antwortet hierauf richtig so: „Gott ist das erste Princip
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