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Handbuch der Philosophie :
(der Logik, Metaphysik, Moral- und Rechtsphilosophie)
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schaftlichcn Merkmale zu:erkennbar",begehrbar",vor-stellbar"); b. ableitbare, die ihren Grund entweder in den >Thcilvorstellungen des Begriffes, oder in den cbcngenannten Merk- imalen haben (z. B. das Merkmalwürdevoll" hat seinen Grund in 'der Thcilvorstellungvernünftig", die im BegriffeMensch" ist). !2. Zufällige Merkmale. So ist ;. B. das Merkmalgelehrt" in !Rücksicht auf den BegriffMensch" ein zufälliges Merkmal, wie-wohl es in Rücksicht auf den Begriffgelehrter Mensch" ein noth-wendiges Merkmal ist. >

§. 61. s

Eintheilung der Begriffe rücksichtlich des Inhalts. -

Die Begriffe sind u. einfache, b. zusammengesetzte. ^Einfache Begriffe sind jene, die nicht mehrere Theilvorstel- !lungcn in sich enthalten (obgleich mehrere Merkmale angegeben fwerden können). Zusammengesetzte Begriffe sind jene, die zu- jgleich mehrere Theilvorstellungen in sich enthalten. i

§. 62. j

Rücksichtlich des Umfanges. ^

Nach dem Umfange sind die Begriffe a. allgemeine, b- be- isondere. Wird der Umfang eines Begriffs (einer allgemeinen Vor-stellung) nicht beschränkt; wird also der Begriff auf alle Gegenstände '

bezogen (die an sich in seinen Umfang fallen); so ist der Begriff all- >gemein, z. B. Mensch ( jeder Mensch). Wird aber der Um- ffang eines Begriffs beschrankt, wird also der Begriff nicht auf ialle Gegenstände bezogen; so ist er partikular, z. B. einige 'Menschen. ^

Da jeder Begriff eine allgemeine (mehreren Dingen gemeinschaft- >liche) Vorstellung ist; so kann cs keinen singulären Begriff ge- sben. Eine Vorstellung, die sich nur auf Ein bestimmtes Objekt be- ^zieht, ist ciuc singuläre Vorstellung zu nennen, aber kein sin- .gularer Begriff im strengen Sinne des Wortes; höchstens könnte sieein individualisirter Begriff genannt werden. !

§. 63. f

Verhaltniß des Inhalts zum Umfange.

Je größer der Inhalt ist, desto kleiner ist der Um- ffang; denn je mcbrere Merkmale, Theilvorstellungen, in einem Be- tgriffe sind, die also zusammengenommen jedem Gegenstände, derdarunter fallen soll, zukommen müssen; desto kleiner ist die Zahl der !Gegenstände, die so viele Merkmale haben. Würden aber wenigere 'Merkmale erfordert, so wären der Gegenstände mehrere, die diese we- >m'gern haben. Z. B. Setze ich zu dem BegriffeDreieck" noch hinzu:gleichseitiges"; so fallen nicht mehr alle Dreiecke in den Umfang, .sondern nur die gleichseitigen, alle nichtglcichseitigen sind nun aus-geschlossen.