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den Gründe unserer (theoretischen) Kenntnisse ihrem Inhalte nachentwickelt.
§. 44.
Unterscheidung der Logik von der empirischenPsychologie.
Die empirische Psychologie hat a. einen größer« Umfang,als die Logik, indem sie außer dem böhern Erkenntnißvermögenauch das niedere, dann auch das Gefühls - und Begchrungsver-mögcn abhaudelt. b. Die Logik fängt da an, wo die Erkennt-niß unscrs Denkens durch bloße Erfahrung aufhört; sie beschäftigtsich nur mit den allgemeinen und nothwendigen Denkge-sctzen, die sich über alle einzelne empirische Formen, in welchensie freilich durchscheinen, erheben. «. Die Logik kann zur strengenWissenschaft erhoben, die empirische Psychologie aber nur wissen-schaftlich abgehandelt werden.
2. wie wird die Logik emgetheilt?
§. 45.
Die Logik wird eingethcilt 1. in die allgemeine und be-sondere. Die allgemeine hchandelt das gesetzmäßige Denken ohneRücksicht auf bestimmte Arten von Gegenständen. Die besondereaber nimmt auf eine bestimmte Art von Gegenständen, aufeinen bestimmten Stoff, Rücksicht (z. B. auf Mathematik, Me-taphysik).
1. Tie allgemeine Logik wird eingethcilt in die abstrakte(reine) und konkrete (angewandte). Abstrakte Logik ist jene,welche die Tenkgesetze ohne Rücksicht auf die in der Natur desmenschlichen Geistes liegenden Beschränkungen (sammt den Ein-flüssen derselben auf das Denken und den Mitteln, diesen Ein-flüssen entgegen zu wirken) abhandelt. Konkrete Logik ist jene,welche das gesetzmäßige Denken mit-besonderer Rücksicht auf die immenschlichen Geiste gegründeten Beschränkungen betrachtet.
§. 46.
Manche denken ganz richtig, ohne im deutlichen Bewußtseyndie Gesetze angcben zu können, wornach sie denken. Diese habenalso eine sogenannte natürliche Logik; aber cs fehlt ihnen die eigent-liche Wissenschaft der Denkgesetze, die im strengen Sinne genommenallein den Namen Logik verdient. Daher ist die Eintheilung derLogik in natürliche und künstliche (wissenschaftliche) in einerHinsicht nicht zu mißbilligen, im Ganzen jedoch zu verwerfen.
* Einige thcilen die Logik t) in anthropologische (worin Vieles ausder empirischen Psychologie vorkommt) und in philosophische.
2 ) In eine Ersah'rungs lehre (empirische Psychologie, 2. Gesch-ick» re (Lehre über das gesetzmäßige Denken in Begriffen, Urtheilen,Schlüffen), 3. in Kunftlehre (Lehre über die Metbode sdas Syste-matische), daher über Erklärungen, Einkhcilungen und Beweise).