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Wie die Mutter Mechtild von Wart zeichnete sich die Tochter Ita von Teufen, Gattindes Freiherrn Johannes von Wetzikon (1263), als Wohltäterin der Kirche aus; sie vermachtedem Kloster Kappel ihre Höfe in Rorbas samt dem Kirchensatz und viele andere Güter inEinbrach, Bülach, Glattfelden und Hohcntengen (1. Mai 1268 1 ). Um so auffallender ist es,dass sie gleichen Jahres die Vergabung ihrer verstorbenen Mutter betreffend den Kirchensatzzu Neunforn anfocht. Allerdings hatten weder sie noch ihr Gatte dazu ihre Einwilligunggegeben; aber die Ursache der Anfechtung ist wohl anderswo zu suchen. Es scheint, dassder Freiherr Jakob von Wart IL, ebenfalls ein Sohn Rudolfs I.,-) ein „Oheim" der Ita,nachträglich noch Ansprüche auf die Kirche in Neunforn machte; denn auch er, aus welchemGrunde ist unbekannt, vielleicht wegen Minderjährigkeit oder Landesabwesenheit, war beidem Vermächtnis nicht zugezogen worden. Die streitenden Parteien stellten nun ein Schieds-gericht auf, das aus mehrern Geistlichen und dem Laien Walther von EIgg, der auch Verwandteim Kloster Töss versorgt hatte, bestand, und dieses entschied zu gunsten des Gotteshauses.Am 15. Juni 1268 verzichtete nun Ita von Teufen auf die Kirchenrechtc zu Neunforn, uudihre Vögte Jakob IL von Wart und Kuno von Teufen, der Bruder ihres verstorbenen Vaters,gaben gleichen Datums ihre Zustimmung. :1 ) Es wäre möglich, dass dieser Jakob IL mit seinemBruder Rudolf IL schon im Jahre 1247 in der Urkunde betreffend die AVartenbcrger Güterin Rickenbach (s. o.) als Zeuge aufgetreten ist (Ji. et J. nobile.? de Warte), nur muss dannauffallen, dass seiner innert mehr als zwanzig Jahren urkundlich nicht mehr gedacht wird,während sein Bruder Rudolf ziemlich häufig in Briefen vorkommt.
7. Jakob III. und Rudolf III. von Wart.
(1208-1308.)
(Bis zu Albrechts Ermordung.)
Rudolf IL, der treue Anhänger des altern Hartmann von Kiburg, hinterliess zwei Söhne:Jakob und Rudolf. Da diese zu des Vaters Lebzeiten noch nicht in Urkunden erscheinen,ist anzunehmen, dass sie bei dessen Hinschied noch nicht mündig waren. Die väterlichenGüter und die vom verstorbenen Oheim Jakob I. ererbten Besitzungen besassen die Brüdergemeinsam.
Nach dem Tode Hartmanns des altern machten, wie Rudolf von Habsburg, auch dieFreiherrn von Regensberg auf das Kiburger Erbe Ansprüche, dieselben mit ihrer Verwandt-schaft in weiblicher Linie begründend, weshalb es zwischen diesen Adeligen im Jahre 1267zum Kriege kam, in dem Zürich anfänglich eine neutrale Stellung einnahm, schliesslich aberim Interesse seines Handels den Bewerbungen Rudolfs um ein Bündnis gegen Regensberg einwilliges Ohr lieh. Brennwald, der letzte Embracher Propst (f 1551) meldet nun, neben vielenandern Edlen hätten sich auch die Wart in der Fehde gegen Zürich und Rudolf von Habs-burg beteiligt. 1 ) Diese Mitteilung ist allerdings unzuverlässig; aber möglich und wahrschein-lich ist es, dass die Feindschaft des Vaters Rudolfs von Wart gegen den Habsburger auf dieVerwandten und Nachkommen übergegangen ist; denn so lange Rudolf von Habsburg nochGraf war, sehen wir die Wart nie in seiner Nähe urkundlich nachgewiesen. Ausserdem warendie Wart mit den Regensbergern verwandt. Es ist hiebei jedoch nicht ausser acht zu lassen,
') Z. ü. 13. IV. 1)1. -) Z. U. B. IV. 21 n. Mitteilung von G. Meyer v. Knonau: Zur Geneal. d. Wart: ') Z. U. B. IV. 97.
') P. Schweizer, Z. Taschenbuch 1888.