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für seine Gattin halten, schenkte Hartmann der ältere am 25. April 1244 in Herbolzheim im
Elsass seine Güter in der Grafschaft Kiburg: Burgen, Städte, Dörfer, Land und Leute mit
aller Zubehör der bischöflichen Kirche in Strassburg und erhielt sie als Lehen zurück; auch
Rudolf von Wart machte die weite Reise mit und trat in den beiden Urkunden als Zeuge
auf. 1 ) Es wäre möglich, dass schon aus dieser Zeit eine Abneigung des Habsburgers gegen
die Wart datirte. Rudolf von Wart scheint wirklich das volle Vertrauen des altern Hartmann
genossen zu haben; denn dieser hob ihn in eine hohe, einflussreiche Stellung, zum Landrichter
im Zürichgau, was durch eine in Erendingen, Aargau, am 29. April 1245 ausgestellte Urkunde
bezeugt ist. Rudolf von Wart war somit ebenfalls ein Gegner der Staufen und ein Anhänger
der päpstlichen Partei. 2 ) Das Todesjahr Rudolfs I. von Wart kann nicht mit Sicherheit
bestimmt werden; nach dem Totenbuch des Klosters Wettingen schenkten er und sein Sohn
zum Seelenheile diesem Stifte einen Hof in Dietikon. Nach den Mitteilungen der Kappeier
Mönche hinterliess der Freiherr Walther von Eschenbach drei Töchter, die von den Freien
von Wart, von Gösgen (Kanton Solothurn) und von Staufen im Breisgau heimgeführt wurden. 8 )
Da Arnold in Teufen ein entgegenkommendes Herz fand, so musste Rudolfs Liebeswerbung
in Eschenbach erhört worden sein. Von dieser Verbindung rührt die Verwandtschaft der
Wart mit dem ursprünglich reichen und mächtigen Hause Eschenbach her, die im Laufe
unserer Darstellung noch mehrfach bestätigt wird.
Damit das väterliche Erbe nicht zu sehr zerstückelt werde, mussten die Jüngern Söhnesich dem geistlichen Stande widmen. Wir haben gesehen, dass Heinrich IL von Wart mitdem Bischof von Konstanz freundliche Beziehungen unterhielt. Es zeugt von seinem Einflüsseund seinem Ansehen, dass es ihm gelang, in Konstanz seinen dritten Sohn Ulrich als Dom-herrn zu versorgen. Als dort der Bischof Diethelm von Krenkingen am 27. Juni 1204 dasMeieratnt zu Pfyn zurückkaufte und die Einkünfte desselben für den Tisch des Stiftes undfür das Jahrzeit des Schenkers bestimmte, wurden in der betreffenden Urkunde die Namenvon sechszehn Domherrn genannt, unter welchen sich auch Ulricus de Warte befand. 1 ) Ulricherschien ferner als Zeuge, als der Bischof Konrad von Konstanz dem Kloster Salem dieSchenkung von Leutkirch samt der dortigen Kirche und den dazu gehörigen Eigenleutenbestätigte (1211.") Die Zeit seines Hinschiedes kann nicht bestimmt werden.
5. Jakob I. und Mechtild von Wart.
(1243-1267.)
Bei dein vorgenannten Kaufe betreffend die Wartenbcrgcr Güter in Rickenbachdurch den Grafen Hartmann den altern von Kiburg (1243) trat als Zeuge auch Jakob vonWart auf, der da ausdrücklich als ein Sohn des Arnold bezeichnet wurde. Auf Bitten seinerEltern verzichtete er im Schlosse Kiburg vor den beiden Grafen und seines Vaters Bruder,des Landrichters Rudolf, auf das Gut in Elsau, und bestätigte diesen Akt im Kloster Wettingenin Gegenwart seines Vaters vor dem Konvente in die Hand des Abtes (1245. 6 ) Da für diegleiche Schenkung drei Urkunden ausgestellt wurden, scheint es, als ob das Gotteshausfürchtete, dieselbe könnte von Jakob angefochten werden. Am 26. Juni 1247 war Jakob inKlingnau anwesend, als Ita von Klingen, die Mutter des Minnesängers Walther, unter der
') Z. U. B. II. 105. ») Z. U. 75. II. 182. :l ) Zeller-Werdmüller, Z. Jahrb. 1803, S. 85). 4 ) Mono, Z. 7, Uli6 ) Mono, Z. 35, 117. ''•) Z. U. B. EL 137.