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Die Freiherrn von Wart
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die beiden Grafen Hartmann auf dem Heiligenberg ob Winterthur bei. 1 ) Dies sind allesBelege dafür, dass Rudolf im obgenannten Kriegsjahre an des Kiburgers Seite stand.

Auch im folgenden Jahrzehnt verblieb Rudolf im Anhange der Kiburger und damit inder päpstlichen Partei. Er ist in Mörsburg Zeuge, als Hartmann d. j. seiner Tante MargarethaGüter in Sulz schenkt (14. Oktober 1252 2 ); ebenso in Kiburg, als der ältere Hartmann Güterin Moosberg bei Effretikon eintauscht, um darauf für seine Gattin eine Burg zu bauen (2. Juli1254:'). Im Jahre 1257 begleitet er den alten Grafen nach Schaffhausen, als dieser den Herrnvon Randenburg in seinem Streite mit dem Kloster Paradies versöhnte und ist später in dergleichen Angelegenheit nochmals Zeuge. 1 )

Nach dem Hinschiede Kaiser Friedrichs II. (1250) dauerte der Krieg zwischen derKirche und den Staufern fort. Zürich und Rudolf von Habsburg, als Anhänger der letzternim Bann sich befindend und durch gemeinsame Handelsinteressen verbunden, hielten an-fänglich zu den Nachkommen des Kaisers; deshalb blieb auch die Feindschaft zwischenZürich und Kiburg mit Wart fortbestehen. Aber der oberste Kirchenfürst beschloss hart-näckigen Sinnes, die Staufer der Vernichtung anheimzugeben, und als diese eine unkluge, un-geschickte Politik einschlugen, sah sich Zürich genötigt, den Gegenkönig Wilhelm von Holland(fl256) anzuerkennen, womit die Spannung zwischen der Limmat- und der Eulachstadt aufhörte.Aus dieser Zeit haben wir einige hochinteressante Angaben über die Stammburg derWart und ihre Umgebung. Der Freiher)' Rudolf von Kaiserstuhl und seine Gemahlin, eineFreiin von Tengen, verloren ihre Tochter Adelheid und Hessen sie im Kloster Wettingen be-graben. Zu dem eigenen Seelenheile, dem ihrer Vorfahren und dem ihrer vielgeliebten Ver-blichenen vergabten die Eltern dem genannten Stifte in etwa 20 Ortschaften viele Güter, unterdiesen auch folgende um die Burg Wart befindliche Liegenschaften, die ihnen sehr wahrscheinlichdurch Erbschaft zugefallen waren: der Turm und die Kapelle bei Wart, Weinberg und Baumgartenbei dem Weingut des Rudolf von Wart bis zu der Töss hinab, ebenso das Tor, der Weg und dergemeinsame Weideplatz 12f)4. r >) Die Wart schaute somit damals schon aus einem herrlichen, freund-lichen, mit Reben und Obstbäumen bepflanzten Gelände in die Lande hinaus. Die Burg lag nichtmehr ganz im Eigentum des Freiherrn, sondern hatte zwei Besitzer. Entweder verlangte derKaiserstuhlcr einen zu hohen Preis für den Loskauf, oder es fehlten dem Rudolf von Wartdie Mittel, diese Teilung zu verhüten. Die Freiherrn von Wart hatten in der Nähe ihresStammsitzes eine Kapelle, wie das noch vielorts der Fall war. Im Übrigen war es im Mittel-alter nicht selten, dass nur die Hälfte oder ein geringerer Bruchteil einer Burg oder einerKirche irgend einem Herrn gehörten.

Der Abend des Lebens war für Rudolf von Wart herangerückt; die Urkunden übersein Wirken werden spärlicher als früher. Am 15. Juli 1250 war er in Flaach, als seineVettern, die Freien von Teufen, den Verkauf einer Schupposse au das Kloster Töss bestätigten,«)und am 11. Juni 1263 tauschte er bei Winterthur seinen Hof und ein Gut, in Dorf am Irchelliegend, gegen einen Hof in Dättlikon aus, der dem Kloster Töss gehörte. Graf Hartmannder ältere, obschon auch schon mit einem Fuss im Grabe, war ebenfalls herbeigekommenund versah das Schriftstück mit seinem Siegel. 7 ) Dies ist das letzte, urkundlich beglaubigteZusammensein der beiden alten Freunde; sehr wahrscheinlich hat Rudolf vor dem Grafen,gestorben 27. November 1264, vom Tode seinen Besuch erhalten. Nach dem WettingerTotenverzeichnis hat auch er, wie sein Vater, diesem Gotteshaus ein Vermächtnis gemacht.

') Z. ü. B. II. 281). -) Z. U. B. II. 307. : ') Z. U. B. II. ;!<i2. 4 ) Z. U. B. III. 10!) und 114. : ') Z. IT. B.II- 341. e ) Z. U. B. III. 15!). ') Z. U. B. III. 30G.