Schloss Pfungeii.
1. Einleitung.
Aus dem Winkel, den die wilde, launische Töss mit dem tiefblauen, ruhigen Rheinbildet, erhebt sich in steilen Hängen als letzter, langgestreckter Ausläufer der zürcherischenHörnlikette der schwarz bewaldete Irchel, dessen Nordseite einige aussichtsreiche Vorsprüngeaufweist, dessen Südrand aber formenarm ist. Die ersten Bewohner unseres Landes liessensich auf seinem breiten Rücken nieder und bauten an den fast unzugänglichen Stellen amRheine Zufluchtsorte. Den Römern stachen die sonnigen Halden in die Augen; deshalb be-pflanzten sie diese mit dem alten Sorgenbrecher, dem Weinstocke. Wie im Osten der Stamm-heimer Berg, so war somit schon in alter Zeit der Irchel das weithin sichtbare Wahr- undGrenzzeichen des zürcherischen Weinlandes. Das Mittelalter, gegen die Einfälle wilder Hordenund gegen die Schädigungen des häufigen Kleinkrieges Schutz suchend, baute auf den schwererreichbaren Höhen des Irchel schmucklose, viereckige Türme mit dicken Mauern. Interessanter-