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Die Freiherrn von Wart
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Ersten heisst es:Und dass ich das schaffe und vollbringe, so habe ihm (Maness) zu Bürgenund Giseln gegeben Jakob von Wart,min Oheim" und andere." 1 ) Die zunehmende Ver-armung nötigte den Walther von Eschenbach auf der Schnabelburg von 13061310 seinegrossen und schönen Reichslehen im Berner Oberland an die Söhne des Königs Albrecht zuverkaufen, und er stellte in Anwesenheit von Jakob und Rudolf von Wart am 7. Mai 1306in Zürich dem Propste in Interlaken eine Erklärung betreffend die dortigen Vogteirechte aus. 2 )Der Wohlstand der Freien von Regensberg ging den gleichen Krebsgang. Jakob von Wartwar z. B. Zeuge, als Lütold Güter an der Limmat und bei Glanzenberg an das Kloster Ein-siedeln verkaufte. :| )

So viel Elend die Wart bei den Verwandten sahen, zu Hause stand es nicht besser.Rudolf von Warf musste in Wintcrthur am 23. Juni 1303 den Kclhof in Dättlikon, auf demein Teil der Heimsteuer seiner Gattin Gertrud verschrieben war, dem Kloster Töss um 83Mark Silber (ca. 24,000 Fr.) verkaufen, wobei JakobWähr" und Mitsiegler war. 4 ) Sein Besitztumin unserer Gegend wird nicht mehr von grosser Bedeutung gewesen sein; dagegen hatte esanderwärts, wahrscheinlich infolge seiner Verheiratung, einen wichtigen Zuwachs erhalten:Rudolf war Miteigentümer der Burg Alt-Falkenstein in der Klus im Baistal und einiger in derUmgebung (Mümliswil) liegender Güter. In dieser Feste hielt er sich auch zeitweilig auf undschloss z. B. dort am 22. August 1305 mit dem Kloster St. Urban ein Rechtsgeschäft ab. 5 )Auch Jakob von Wart musste der schlimmen Zeit seinen Tribut liefern. Er veräusserte zuWintcrthur ebenfalls dem Kloster Töss den Meierhof zu Dättlikon um 72 Mark Silber (ca.21,600 Fr.), wobei sein Bruder und viele Ritter und Edelknechte aus den umwohnenden,adeligen Familien und aus Winterthurs vornehmen Burgergeschlechtern mitwirkten (15. Dez.1307 ,; ). Ein Teil des Dorfes, aus 5 Wohnhäusern bestehend, heisst jetzt noch zum Maienhof.Aus diesen Verkäufen geht hervor, dass die Brüder ihre Güter in Dättlikon geteilt hatten;andere dagegen besassen sie gemeinsam, so z. B. verkauften sie dem Konrad Heggenzi,Bürger von Schaff'hausen, die Eigenhubc zu Erlatingen bei Neukirch im Klettgau. Die Ur-kunde wurde am 6. Mai 1304 in der Burg Wart ausgestellt und von beiden Brüdern besiegelt.')Jakob war viel später als Rudolf in das süsse Joch der Ehe getreten. Nach einer Urkundevon 1308 nahm er Kunegunde von Hewen, die hinterlassene Witwe des Freiherrn Rudolf vonHewen, zur Gattin, die ihm in die Verbindung zwei Stiefsöhne, Friedrich und Rudolf, brachte,welche schon die Ritterwürde errungen hatten.

8. Der Königsmord.

aj Die Ursachen.

König Rudolf von Habsburg, auf dem Gipfel der Macht stehend, belehnte im Dezember1282 mit Einwilligung der Kurfürsten seine Söhne Albrecht und Rudolf mit den Herzog- undFürstentümern Ostreich, Steier, Krain und der windischen Mark; aber diese Länder verlangtenden erstgeborenen Albrecht allein als ihren Regenten. Der König entsprach ihrer Bitte,ordnete aber die Rechte und Ansprüche seines zweiten Sohnes Rudolf folgendermassen: DemRudolf verbleibt der Titel über die vorgenannten Herzogtümer; als einstweiligen Ersatz erhält

') Gfrd. X, 10'.) u. Zeller-Werdmüller, Z. Taschenb. 1803, S. 118. -) Berner Gösch.-Quollen IV, 25G u.Zeller-Werdinüller, Z. Taschenb. 1893, S. 11!). :l ) Einsiedl. Reg. Nr. 1(51. 4 ) Kopp, VIIT. Buch, 270. 5 ) Kopp,Urk. 11. 173. ") Kopp, VIII. B., 270. *) Anz. i. Seh. G. 1871, 157.