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das Kloster Salem von allen Steuern und Abgaben von den Häusern befreite, welche es inund bei den Städten besass. 1 )
Es scheint, dass mit der Beendigung des Kirchenstreites die Beziehungen der Wartmit dem Kloster St. Blasien nicht ganz abgebrochen wurden. Sehr wahrscheinlich besassendie Freiherrn im Schwarzwalde von diesem Stifte noch einige Rechte und Nutzniessungenund mussten bei einigen Geschäften herbeigezogen werden. Als das Gotteshaus im Jahre1282 mit dem Markgrafen H.. . von Baden einen Gütertausch einging, erschien bei der Fertigungin der Kapelle des Klosters mit manchen Geistlichen auch Arnold von Wart als Zeuge. 2 )
Kaiser Friedrich IL konnte seines Lebens nie froh werden: Wegen Untreue mussteer seinen Sohn Heinrich als König absetzen und die Nachfolge Konrad IV. übertragen (1235);zudem brach ein neuer Krieg zwischen ihm und dem päpstlichen Stuhle aus, nicht nur dieTeile eines Landes, sondern sogar die Glieder der Familien entzweiend, (1339.) Die Treueund Anhänglichkeit, welche der Graf Ulrich von Kiburg und sein Sohn Werner den Hohen-staufen erwiesen, gingen nicht auf den Jüngern Sohn, Hartmann den altern, über, welcherseinen Vorteil im Anschlüsse an den Papst suchte. Diese Schwenkung ins feindliche Lagervollzogen auch die Freien von Wart, sich enge an die Kiburger anschliessend, in deren Nähewir sie deshalb häufig finden. Arnold von Wart und sein Bruder Rudolf waren Zeugen inWinterthur, als Hartmann der ältere für seine Gemahlin Margaretha von Savoien Güter inRickenbach kaufte, die den Wartenbergern (bei Donaueschingen) gehörten (10. März 1243.-1)Mit vielen Freien unserer Gegend ritt Arnold nach Döttingen (im Kanton Aargau), um Zeugezu sein, als der Burggraf von Rheinfelden, Ulrich von Liebenberg, ein Anhänger des Papstes,dem Kloster Wettingen Güter schenkte. (23. Juni 1243.*) Im Beisein des Arnold und andererFreien urkundetc Hartmann der ältere auf öffentlicher Strasse in Winterthur für die Regens-berger (1244.«)
Die Stürme des Lebens und die Last der Jahre hatten Arnolds Kräfte verzehrt, under fühlte, dass der Sensenmann bald bei ihm Einkehr halten werde; deshalb sorgte er nochfür sein Seelenheil. Unter den Gotteshäusern jener Zeit war ein neuer Stern aufgegangen:Wettingen. Diesem Kloster schenkten Arnold und seine Gattin A(nna), eine Freiin von Teufen,«)mit Einwilligung ihres Sohnes im Jahre 1245 ein Gut in Elsau, das nach dem WettingerUrbar 40 Stücke und 11 Schilling an Geld jährlichen Zins abwarf.?) (1 Stück = 1 MüttKernen = 1 Malter Haber.) Als Todestag Arnolds bezeichnet das Nekrologium dieses Stiftesden 7. Juli. Sehr wahrscheinlich ist er im vorgenannten Jahre zum ewigen Frieden ein-gegangen.«) Die Gattin A(nna) suchte im Kloster Töss, wo auch ihre Schwester Mechtildevon Teufen den Schleier genommen, für ihre alten Tage Ruhe und Frieden.")
Heinrichs von Wart zweiter Sohn, Rudolf L, stand ebenfalls bei dem KiburgerGrafen Hartmann dem älteren in hoher Gunst und hatte von ihm sehr wahrscheinlich auchGüter zu Lehen. Ausser den bereits angeführten Anlässen, bei welchen Rudolf mit demGrafen als Zeuge erschien, war er am 9. Juli 1241 in Suhr im Aargau, als der Kiburgerseiner vielgeliebten Gemahlin Margaretha die dritte Heiratsverschreibung machte und derjüngere Hartmann, ein Sohn des auf einem Kreuzzuge verunglückten Werners von Kiburg,auf die verschriebenen Güter verzichtete.'») Aus Hass gegen seinen Neffen Rudolf von Habs-burg, den spätem König, und aus Furcht, dieser werde sich nicht an seine Versicherungen
') Herrgott Gen. II, 235. -) Gerbert, Cod. dipl. Hist. sil. nig. III, S. 134. *) Z. U. B. IT. 84. *) Z. TJ.B. IT. i)0. ■'•) Z. U. B. II. 102 und Kreuzlinger Regesten Nr. 51. 6 ) Hei. sac. T. v. Mülinen. ') Z. IT. B. II. 137n. 138. s ) Zürch. Taschenbuch 1887, S. 145. ») Z. U. B. IV. 22. '») Z. U. B. IT. 59.