Druckschrift 
Die Freiherrn von Wart
Entstehung
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

1 ^

lo

Laube vor dem Turme dem dortigen Deutschorden eine Vergabung machte. Bei ihm befandensich der Leutpriester Eberhard von Neunforn und Friedrich von Neftenbach, an welchen

Orten die Wart den Kirchen-tet dies darauf hin, dass Jakobwandt war; ebenso mit demmit welchen die Wart urkund-beiden Bruderssöhne Jakob I.Grafen von Kiburg auf freund-diesen herbeigezogen, als sie be-hauen von je her der Gräfin1247. 2 ) Nach diesem Jahre wirdnoch Urkunden als eines Le-des Zwistes zwischen KaiserZeiten ereilte ihn ein früher Tod,Hess keine Kinder, und mit ihmkommen der Arnold'schen LinieJakob hatte eine Schwester,erstlich mit dem Freiherrn Hugo

Siegel Jakobs I. von Wart.

SIGILLVM . JACOB IDE . VVAKTA. 1245.

Z. U. B. ürk. Nr. 880.

satz bcsassen.i) Vielleicht deu-mit den Herrn von Klingen ver-Geschlechte der Wartenberger,lieh mehrmals erscheinen. Dieund Rudolf II. standen mit denliebem Fusse und wurden vonzeugten, die Rickenbacher GüterMargaretha gehört (11. Septbr.des Jakob weder in Chronikenbenden gedacht. In jenen wegenund Papst sehr kriegerischenjedenfalls vor 12(35. Er hinter-starben die männlichen Nach-der Wart aus.

namens Mechtild, die sichvon Teufen verheiratete. IhrWart 1243 in Döttingen (s. o.),Kloster Wettingen eine Schenk-Hinschiedes des Freien war diehin entstammte der Verbindung

Gemahl war bei Arnold vonals Ulrich von Liebenberg demung machte. Infolge frühenEhe von kurzer Dauer; immer-die Tochter Ita von Teufen, die sich mit dem im Schlosse Uster hausenden FreiherrnJohannes von Wetzikon vermählte.») Der Witwenstand behagte der Mechtild von Wart nicht,und sie suchte ihr Glück in zweiter Ehe mit dem Meier Diethelm von Windegg. Standes-ebenbürtig war die neue Verbindung nicht, obschon der neue Gemahl die Ritterwürde besass,aber entsprechend, ja sehr vorteilhaft inbezug auf Ansehen, Macht und Reichtum; dennDiethelm hatte von der Äbtissin in Säckingen das gesamte, früher geteilte Meieramt überdas ganze Glarner Gebiet erhalten (1253), behauptete es standhaft vor dem Lehengerichtedieser geistlichen Frau und verwaltete es bis an sein Ende (vor 1288). Hierauf kam dieserfette Bissen an die Herzöge von Ostreich. Mechtild, in dem Streben, für ihr und ihrer ElternSeelenheil zu sorgen, kam in unsere Gegend und vergabte dem Kloster Töss mit Zustimmungihres Gatten und ihres Sohnes Bartholomäus und verbeiständet durch den Freiherrn Burkardvon Eschlikon den Kirchensatz von Neunforn, den sie von ihrem verstorbenen Bruder Jakobgeerbt hatte. Als Zeugen waren die Ritter Rudolf von Wiesendangen und Heinrich vonWallinkon, sowie der Winterthurer Schultheiss Rudolf samt mehreren Bürgern anwesend(13. November 1265.') Da die Mutter und deren Schwester sich im Kloster Töss befanden, wandteMechtild, die in glänzenden Vermögensverhältnissen lebte, diesem Gotteshause weitere Ver-günstigungen und Gaben zu. Kurze Zeit nach dem vorgenannten Vermächtnisse schrieb sieihrer Mutter A(nna) und deren Schwester, der Priorin Mechtilde (12591269), sie sei mit demVerkauf eines Gutes zu Neunforn durch ihren dortigen Lehensman Konrad im Kirchhof ein-verstanden, und ihr Gatte bekräftigte dieses Schreiben mit seinem Siegel. Vor ihrem Todemachte sie dem Kloster Töss neue Vergabungen, indem sie demselben andere Güter schenkte,

') Mono, Z. 28, 104. Neunforn und nicht Neufrach im Bezirksamt Überlingen. -) Z. U. B. II. 177.:i ) Z. U. B. III. 312 u. IV. 07. Kopp irrt: Ita stammte aus erster Ehe. ') Z. U. B. IV. 20.