476 Ende der Goldberger „Schola ducalis".
Wie ich Euch liebe, also thut mich lieben!Die Liebe ist beklieben.
Wie sich der Hirte gegen dem Lämbloin stellet,Also das Lämblein sich zum Hirten gsellet."
Man wird durch das Lied nachdenklich, man fängt an, etwaszu ahnen; aber die Aufregung legt sich mit der Flucht der Nym-phe, und man wird vom Wein zerstreut. Man wendet sich wiederdem Echo zu. Der Heros will erforschen, welche Rätsel in denfrüheren Antworten lagen, und singt das Echo an. Er erfährt,daß er Agnes Barbara die Ligische heimführen soll und Vaterwerden wird. Amor bringt darauf den ängstlich aufgeregten Lieb-haber zum Reden:
„Echo cortese, dolei parolette:Del nostro Amor la dosiata auroraMentre pe' Zeffiri '1 mondo s' infiora:Si godono anco V alme bonedotfce:
Porch' io solo di sorte mal contento,Pur posso udire il nome favorito,Ma di lume stö per tutto sfornito,Si ch'il desio sia vinto dal tormento.
Echo tu di, che col suo vago lumeLa bella Ninfa '1 mondo habbia allumato..Da me le tue parole pa ion schiume:
Se '1 Sole stesso in altra parte e stato.Pero accatto dal Dedalo le piumeE vo volando, ove il Sole e levato.Saro ne mai colpato.
A noi Soldati con venga l'ardiro,
Se noll' avvenne, il resto e lo partire."
Man geht von neuem kräftig ans Bechern zum Wohl und Glücknicht sowohl der prophezeiten als der sicheren Zukunft; man hättebis in die Dämmerung gezecht, wenn nicht der Hesperus zumHeimgehen gemahnt hätte. Man stößt nochmals an und steigt ab.Schon standen die Rosse und schäumten in die Zügel,- die Herrnerwartend. Auf ein Zeichen vom Gipfel des Berges her wirdhaltgemacht, ein leichter Donnerschlag erfolgt, und der Hügel er-zittert wie ein geweihter Helicon. Die Erschreckten warten derDinge. Da erscheint eine Nymphe, Sylvia heißt sie, sie bringt ein