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Valentin Trozendorf und die Goldberger Schule
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Schulrevisionen und ihr ungünstiges Ergebnis. 473

sich absenkenden Teile liegt das Kloster oder vielmehr dasillu-stre Lyceum"; hier haben die vom Aonischen Berge kommendenMusen ihren ruhigen Sitz genommen. Durch welche Frequenzdieses einst unter Trozendorf berühmt war, welche Fülle vonTugend und vielseitiger Weisheit einst von dieser Quelle floß, vonder "-anz Europa seine Rinnsale ableitete, das pflegt mit vollemMunde die Fama für Jahrhunderte zu verkünden . . . Dorthinwerden jene geschickt wie Vorläufer der morgendlichen Sonne,d. h. der Morgenstern, der da anzeigt, daß die Gnade des Phoebusbald da sein werde. An der Furt der Katzbach liegt sanft an-steigend ein Hügel zwischen zweien, die er an Lieblichkeit über-trifft und an Höhe überragt: er möge den heut von den Bar-baren besetzten Phokischen Parnaß darstellen und den Goldbergi-schon Musen mit nicht geringer Verehrung als Nympheum oderDomizil dienen. Die zwei Zwillingshügel umgeben von beidenSeiten den Hügel, der von dem alten Eckart oder, weil die Vögeldort hecken, Heckersberg heißt (und der Schule gehört). DerRücken läuft in weite Felder aus, beide Seiten befruchtet an-genehme Feuchtigkeit, und liebliches Rieseln immerwährenderQuellen sickert dahin. Das heitere Haus der Nymphen und derSatyrn enthält alte Weihgeschenke, die Tasche des Menalcas, denStab des Iolas, das Melkfaß des Amyntas, die Flöte des sprödenAlexis, die Pfeifen des rasenden Tityrus und auf seiner Schreib-tafel die schwankende Liebe des Meliboous, das Gewebe der Ama-ryllis, den Rocken der Lycoris, den Bogen der Corinna, den Spießder Doris, die Blumen der Delia und den Kranz der Sylvia. Werdiese Weihgaben sehen will, muß Pan mit Lämmern und Böck-chen günstig stimmen: alles ist seinem Schutz und seiner Treueanvertraut. In der Mitte des Berges breitet sich eine Fläche aus,die es verdiente erweitert zu werden, würdig dafür, weil sie dieKosten durch ihre Lieblichkeit deckte, oder es könnte auch einneues Nymphenheim oder eine unterirdische Grotte geschaffenwerden. Von hier liegt der Ausblick frei, durch nichts in derNachbarschaft verhindert. Dieser Hügel ist es, dessen günstigeBeschaffenheit untersuchen, den schmücken und durch Kunstbereichern und neuer Würde weihen unser Apollo wollte, zuwelchem Zwecke die drei Männer abgesandt wurden. Nachdemsie zu den Chrysoreaden gelangt, gürten sie sich, indem sie denGymnasiarchen Peristerius Clemens (Milde) Hesychius mit sichnehmen um die Geheimnisse der Hügel zu erforschen.

Schon haben sie sich auf den Weg gemacht, da kommt ein