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Valentin Trozendorf und die Goldberger Schule
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Die Lehrer in Goldberg unter Laubanus. 415

Priedes Lädlin" 1 ), nannte, weil damit die Polgen der Episode desböhmischen Abenteuers Friedrichs V. von der Pfalz abschlössen,sollte ihm später als bittere Täuschung klarwerden; denn er wurdeein Opfer der Gegenreformation in dem weiter tobenden großendeutschen Kriege.

Im J. 1628 schrieb er noch in Jauer sein uns schon bekanntes,,Curriculum vitae"; er fühlte sich als Greis. Er rühmte sich darin,daß ihn Dr. A. Wenzel zum theologischen Doktorat und zur Pro-fessur nach Prankfurt eingeladen und daß er auch an mehrereKirchen innerhalb und außerhalb der Fürstentümer Schweidnitzund Jauer berufen worden sei, doch stets abgelehnt habe. Gru-naeus. der sich längst mit ihm ausgesöhnt hatte, G. Baudis, derKanzler des Hauptmanns der genannten Fürstentümer, und Mag.Ch. Wagner aus Suhl, der Rektor der Schule in Jauer. steuertenVerse zu der Selbstbiographie bei. Wagner besang auch desPastors Söhne Joachim und Friedrich.

Das Jahr 1620 sah Tlenrschel bereits als Exulanten in Lieg-nitz; er hatte am 25. Jan. aus Jauer weichen müssen. Als am21. Mai 1628 der Superintendent Grunaeus aus dem Leben ge-schieden war, hatte er ihm mit andern FreundenArac exse-luialcs'" geschrieben. In nicht zu langer Zeit sollte er ihm folgen:am 18. Sept. 1629 wurde auch er abgefordert und fand bei St. Peterund Paul seine letzte Ruhestätte.

In Goldberg war am 8. Jan. 1601, wie wir gehört, VinzelbergU> seine Stelle eingerückt. Für seinen Platz war schon, als Hent-schel noch da war, von dem Hauptmann W. von Zedlitz der ehe-malige Lehrer seines Sohnes Ch. M. Adam aus Grottkau in Aus-sicht genommen worden. Dieser hatte sich zum Winter 1598 aufd ie reformierte Universität Heidelberg begeben und war am31. Jan. 1600 Magister geworden, studierte aber dann Theologieheiter. Im August 1600 schrieb Laubanus an Adam auf Wunschde s Hauptmanns und bot ihm die freie Stelle an. 2 ) Ein mitge-schickter Brief des Grunaeus aber ersuchte seinen Freund Adam,s i°h die Sache reiflich zu überlegen. Was er damit meinte, sagteder- Nachsatz:Ich wünsche der Schola illustris alles Gute unddir nicht weniger." Adam verstand, und Grunaeus konnte ihmversichern, daß es ihn besonders gefreut habe, daß er die Annahmeder Goldberger Stelle zurückgewiesen oder wenigstens auf eine

') Leipzig, ohne Jahr (1621). 4°.

s ) Grunaeus an M. Adam, 22. Aug. 1600, St. B.-Br., Rhediger XIX, N. 166.