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Valentin Trozendorf und die Goldberger Schule
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416 Erfolglose Versuche zur Neubelebung der Schule.

andere Zeit verschoben hätte 1 ), da sie noch nicht so viel wertsei, daß es sich lohnte, deshalb vom Laufe des akademischenStudiums abzustehen. Adam schickte an seiner Statt D. Namsleraus Bunzlau, den er Grunaeus als einen Mann von feinem Urteilund feiner Bildung empfahl. 2 ) Dieser traf schon im November1600 ein und bekam am 8. Jan. 1601 Vinzelbergs Stelle und gleicheArbeit und gleiches Gehalt wie dieser.

Namsler war schon im "Wintersemester 1591 in Frankfurt unterdie akademischen Bürger aufgenommen worden, hatte aber docherst im Oktober 1598 in Heidelberg ernstere Studien angefangenund war am 15. Jan. 1599 in die Matrikel der theologischen Fa-kultät als Studiosus eingetragen worden. 'Das philosophische Ma-gisterium holte er 1602 in Frankfurt nach, als er der Schule nichtmehr angehörte. Nach der Entfernung Vinzelbergs erhielt er,schon am 3. Nov., die erste Stelle, doch auch wieder nur für kurzeZeit; denn bereits am 25. Febr. 1602 wurde er für* Ostern alsDiakonus angenommen 3 ), mußte sich jedoch verpflichten, zunächstin der Kirche und in der Schule zu gleicher Zeit zu lehren. Ertat dies bis zum Quartal Trinitatis. Mit dem nominellen Haupteder Schule, dem Bürgermeister-Rektor Feige, trat er 1601 in naheVerwandtschaft, indem er dessen Tochter Elisabeth heiratete.Laubanus widmete ihm dazu ein Gedicht.

Das Diakonat verwaltete er bis zum Abzug des Pastors Buch-wälder 1612 und wurde nun selbst Pastor und Dekan. Am 8. Nov.1613 aber schon raffte ihn und zwei Kinder die pestartige Seuchedahin, die auch für die Schule so unheilvoll werden sollte. Alsselbständiges gedrucktes Werk hinterließ er nur seinWasserbuch,Historie von der Ergießung der Katzbach", die Schilderung dergroßen Verheerungen, die der furchtbare Wolkenbruch von 1608anrichtete 4 ). Ein poetisches Denkmal von ihm findet man bei denCarmina nuptialia" für D. Vechner 1604 und anderswo.

Auf den durch das Aufsteigen Namslers zum ersten Professoram 3. Nov. 1601 in der Schule freigewordenen Platz rückteD. Vechner. In Vechnors ursprüngliche Stelle als Professor derEloquenz kam am 14. März 1602 als Nachfolger A. Liebig » u8Sprottau.

') Grunaeus an M. Adam, 29. Nov. 1600, St.B.-Br., Rhediger XIX, N. 19 6 -J ) Grunaeus an M. Adam, 29. Nov. 1600, etc.; Grunaeus an Laubanus,Prid. Elisabethae 1600, ebenda XIX, N. 192.) St. B.-Br., Wenzel.4 ) Für die alten Skribenten auch eine trübe Quelle für alte Nachrichten.