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Valentin Trozendorf und die Goldberger Schule
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334 Einsetzen des Niedergangs der Schule.

und Schmach dort nicht sicher hätten sein können, unvermutetGoldberg verlassen müssen. Daher bat er den Herzog, den Ratund die Bürger über die Sache zu vernehmen und die Schuldigenzur Strafe zu ziehen.

Die Anlage, der Bericht der Söhne M. und B. Boxa 1 ), erzählt,daß sie eines Tages um fünf Uhr abends, als sie sich nach derMahlzeit von einem Hause in das andere, wo sie wohnten, begebenwollten und zufällig den Teil des Marktes bei dem Hause desChirurgen Isaak betraten, in dem der Kantor Vechner mit denSchülern, die dort zum Esseu und Trinken zusammengekommenwaren, nach dem Abendgebet der Sitte und Vorschrift gemäß sang,habe einer der Schüler mit lauter Stimme gerufenSchelm Pollack!"Nach diesem Rufe seien plötzlich alle herabgekommen und hättensie, nachdem schon einer auf einem andern Teile des Marktes beider Verteidigung seines Lebens verletzt worden war, mit großerGewalt und übermächtigem Geschrei (denn die Schule sei aufBefehl des Rektors geöffnet und die übrigen jungen Leute heraus-gelassen worden) bis zu ihrem Hause verfolgt.

Am nächsten Tage sei von dem Rektor ein Studiosus zu ihnengeschickt worden, der ihnen barsch befohlen habe:Ihr sollt zumRektor kommen!" Im oberen Flur der Schule habe dieser mehrals dreißig bewaffnete junge Leute mit gezogenen Schwertern auf-gestellt, die sie, als sie vorbeigingen, indem der Rektor es sah undhörte,Schelm Pollack" genannt hätten. Dann aber seien sie vorden Rektor gekommen und hätten ihm die Sache vorgestellt.Dieser habe, damit nicht von dem Fürsten die unerhörte Frechheitder jungen Leute ihm und seiner Konnivenz zugeschrieben würde,ihnen keinen Glauben geschenkt und sie endlich ersucht, sich ruhigzu verhalten, bis der Fürst sein Urteil gefällt haben würde. Siehätten in gutem Glauben ihre Hand darauf gegeben, und der Rektorhätte versprochen, daß er die Seinen anhalten würde, nicht umNagels Breite von den Schulgesetzen abzuweichen.

Aber diese hätten alle in dem Hause Kulhases, während sienichts Böses argwöhnten, neue Nachstellungen vorbereitet. Undals sich einer von ihnen um vier Uhr abends von dem Essennach Hause habe begeben wollen, seien ihm über dreißig mitSchwertern, Knütteln und Steinen Bewaffnete aus dem HauseKulhases entgegengekommen und hätten ihn mit dem GeschreiSchelm Pollack!" bis an sein Haus verfolgt, dann das Haus an-

') St. A.-Br. ( Ortsakten Faß. XVI als Beilage.