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Valentin Trozendorf und die Goldberger Schule
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222 Die Epigonenzeit der fürstlichen Schule.

conservanda sit". An demselben Tage, bei der Entlassung der Pa-storen auf der Burg Langenau, schrieben die erbosten Pastoren,die lieber Thabor als einen von ihnen dem Moloch Placius vor-geworfen hätten, post festum nochmals und jetzt um vieles er-leichtert und deshalb merkwürdig gesprächig an Thabor und sagten,er wäre über den ersten Brief an ihn erregt gewesen. S. von Zedlitzhätte die Kirche bedauert, weil die, die mit Recht an der Spitzestehen sollten, so sehr davor zurückschräken, mit denen,qui inprima acie collocati sunt", sich auch nur zu unterhalten. Sic hättendaher gewünscht, sein Brief wäre nie in die Hände dessen, derihn stets sehr geliebt habe, gekommen. Im übrigen teilten sie ihm mit,Illyricus sei von Frankfurt a. M. frei durch die Lande des hl. rö-mischen Reichs gereist und vom Grafen Vollrath von Mansfeld bisnach Berlin geleitet worden. Dort sei er von dem Kurfürsten, dem ersein BuchDe re sacramentaria" dediziert hätte, ehrenvoll auf-genommen und auch von A. Musculus freundlich zum Mahle ge-laden worden, der ihm erklärt habe, daß er mit ihm außer inden Worten sonst in allem übereinstimme. Ebenso sei er in Kott-bus von dem Lic. J. Teckler gütig aufgenommen worden. Illyricushabe gehofft, Zedlitz würde ihn zum Fürsten von Ansbach geleitenlassen, damit dieser bei dorn Kaiser und den Reichsständen fürihn durchsetze, daß er in einem Generalkonvcnt über die vorlie-gende Kontroverse mit seinen Gegnern disputieren und sie vonihren offenbaren Irrtümern überzeugen könne. Als er aber erfahren,daß der Ansbacher fern sei und daß sein Mäzen Zedlitz binnenkurzem mit dem Kaiser verhandeln würde, sei er zu den Senenizurückgekehrt. Damit er nicht unnütz dagewesen sei, habe ihnMagdalena von Kittlitz mit den Zedlitz zugetanen Pastoren nachLangenau zu einer vertraulichen Disputation eingeladen. Heut seier mit gutem Reisegeld weiter gereist, man wisse nicht wohin-Sehr gern hätten sie Thabor bei sich gehabt und dann besser mitIllyricus disputieren können. Zedlitz sei, obgleich krank, nachLähnhaus und Langenau gekommen; auch er hätte ohne Schadenfür seine Gesundheit bei ihnen sein können, zumal da er, wie dieBoten bezeugten, ohne Schaden für seine Gesundheit überall inder Stadt hinginge und nichts außer der Unterhaltung von ihmerbeten worden sei. Er hätte Gefahren nicht zu befürchten ge-habt, da es tatsächlich keine gegeben habe, und die Gelegenheithätte nicht vernachlässigt werden dürfen, nützliche Sachen zu voll-führen, wozu er in Lähnhaus und Langenau die Handhabe unddie Gelegenheit gehabt hätte. Sie schlössen anzüglich:Der Herr