Vorwort. XI
ersten, schon gesetzten Bogen betrifft, so warten wir jetzt nocheine Woche, also bis zum 29. d. M.; ist bis dahin keine Rück-sendung von Ihnen erfolgt, so werden sie für druckfertig erklärt.Ebenso erhalten Sie von allen künftig abzusetzenden Bogen jeeinen Abzug; falls Sie diesen nicht innerhalb einer Woche bean-standen, gilt er als von Ihnen genehmigt."
Auch darauf erfolgte keine Antwort, und so sind denn diegesamten Korrekturen ohne jede Mitwirkung des Herrn Vf. vonuns allein erledigt worden! Wenn man will, bedeutet sein Ver-zicht eine schmeichelhafte Anerkennung des Zutrauens, das manzu der Sorgfalt der Schriftleitung haben könne, auf der andernSeite aber doch auch eine völlig zwecklose Überlastung ihrerArbeitskraft, wie sie in dieser Form wohl noch nicht da war.Denn noch kein anderer Band der „Monumenta" ließ so vieleFragen während der Drucklegung auftauchen wie dieser: Fragen,die wohl von der Schriftleitung aufgeworfen, aber eigentlich nur vomVerfasser beantwortet werden konnten. Das liegt in der Natur dervorliegenden Untersuchung: sie fügt aus unendlich vielen Steinchendes verschiedenartigsten Ursprungs ein Mosaik zusammen, und trotzder rühmlichst bekannten Sorgfalt des Herrn Vf. konnte es nichtausbleiben, daß bald hier bald dort eine Einzelheit nicht ganz zustimmen schien — keine Seite fast, auf der nicht eine ganze Anzählsolcher Zweifel zu lösen war, oft dergestalt, daß nun erst in müh-samer Nachforschung festgestellt werden mußte, w o das betreffendeQuellenmaterial zu suchen war. So gab es hunderte, ja, schiertausende von Einzeluntersuchungen, Gänge auf die Staatsbibliothek,Entleihungen von Büchern aus fremden Bibliotheken und Briefwechselmit ihnen; zum Schluß mußte von uns auch noch das umfangreiche,den ganzen Reichtum des Werkes erst voll erschließende Personen-und Ortsregister hergestellt werden, das viele Angaben bietet, dienicht dem Buche selbst entnommen sind. Kein Wunder, daß sichdie Vollendung der Drucklegung weit über die normale Zeit hin-gezögert hat; sie wäre überhaupt nicht erzielt worden, wenn wirnicht auf die nie ermüdende Hilfe des „Auskunftsbüros der DeutschenBibliotheken" und der besonders in Betracht kommenden Büchereienhätten rechnen dürfen. Unter ihnen kommt der allerhorzlichste Dankder Preußischen Staatsbibliothek in Berlin, der Breslauer Universi-tätsbibliothek und namentlich der Breslauer Stadtbibliothek zu, die jadie am ausgiebigsten für das vorliegende Buch ausgebeutete Schatz-kammer ist. Ihr Leiter, Herr Prof. Dr. Hippe hat mit nimmer er-schöpfter Geduld wieder und wieder unsern Fragen Rede gestanden.