Vorwort. IX
Calvinismus manchmal selbst gewaltsam Widerstand leistete. Allesdas Aufgezählte hinderte die ruhige Weiterentwicklung der Schuleund schwächte endlich diese bis zum Erlöschen ab. Vor diesenBeobachtungen müssen die ungünstigen Urteile über einige derRektoren und Prorektoren verstummen oder eingeschränkt werden,und dafür sollte man erkennen, daß wir in den Schicksalen derSchule, soweit sie nicht die Lotterwirtschaft der Fürsten traf, einBeispiel von der Einwirkung der konfessionellen Streitigkeiten aufeinen Schulorganismus vor uns haben. Am Ende erscheinen dieJesuiten, um das Erbe in Besitz zu nehmen und das AndenkenTrozendorfs auszulöschen.
Breslau, am 1. Januar 1914.
0. Bauch.
Die unterzeichnete Schriftleitung kann es leider nicht vermei-den, gegen die Gepflogenheiten der „Monumenta Germaniae Paeda-gogica" und gegen ihre eigene Neigung dem Vorwort des HerrnVf. ein ziemlich umfangreiches Nachwort hinzuzufügen. Es beziehtsich auf die Art, in der Redaktion und Drucklegung des vorliegen-den Werkes zustande gekommen sind, und mag daher von einerAndeutung des Verfahrens ausgehen, das für die „Monumenta" wiefür die übrigen Veröffentlichungen der „Gesellschaft für deutscheErziehungs- und Schulgeschichte" neuerdings im allgemeinenüblich ist.
Nach einer ersten Vorredaktion, die wesentlich dazu bestimmtist, den Zustand des Druckmanuskripts genau zu prüfen und seinegrundsätzlichen Abweichungen von dem Normalzustand der „Monu-menta" festzustellen, erhält der Verfasser es mit den nötigen Hin-weisen und mit der Bitte zurück, es in jenen Normalzustand zuversetzen. Ist es an die Schriftleitung zurückgelangt, so erfolgt dieeigentliche Redaktion, für die der Schriftleitung ja z. T. Hilfsmittelzur Verfügung stehen, die dem Vf. vielleicht gar nicht oder dochnur teilweise zugänglich sind. So werden z. B. vor allem genauebibliographische Angaben über alle im Text erwähnten Schulbücheraus der Zeit vor 1800 eingefügt unter Hinweis auf eine Bibliothek,an der das betreffende Buch vorhanden ist, so werden die Vornamenaller im Manuskript erscheinenden Personennamen, z. T. aus nichtleicht auffindbaren Quellen, soweit irgend möglich ermittelt, unddergleichen mehr. Später dient dann besonders auch noch die