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Genie und Irrsinn in ihren Beziehungen zum Gesetz, zur Kritik und zur Geschichte
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Genie und Irrsinn.

haben, bringen ihre Zeit damit zu, daß dieser näht, jenerläppische Spiele spielt, und noch ein anderer die Gefährtenherausfordert und beleidigt. Die Gelähmten, welche nichtaufstehen können, singen entweder, oder machen sich an-scheinend die Kleider zurecht, oder reden mit sich selbst;alle sind jedoch in einigen Dingen verschieden; viele sindgierig auf Schnupftabak, besonders die Epileptischen, die ^danach entsetzlich lüstern sind; viele andere haben eine Lei-denschaft für den Rauchtabak und für das Spiel; wiederandere haben einen Hang zum Stehlen, und stehlenihren Genossen Brot, Rauchblätter, Pfennige u. s. w.; an-dere haben den Drang, alles zu zerbrechen und zu Viertei- ^

len; sie verstecken sich, um sich nicht sehen zu lassen, und j

trotzen, um dieser Leidenschaft zu fröhnen, den Strafen, !

die ihnen oft dafür zu teil werden; viele reden den ganzen i

Tag mit sich selbst; andere gehen unaufhörlich umher undsingen, ohne sich Ruhe zu gönnen; andere stecken alles ein,was sie finden; viele sammeln alle Gegenstände, welche ihnenvor Augen kommen; andere verstopfen sämtliche Schlüssel-und Fensterlöcher; noch andere verwunden oder ermordenim Geiste die Hälfte des Menschengeschlechts, und ermorden ^thatsächlich niemand; andere haben die Sucht des Schreibens,des Lesens, des Malens, des Arbeitens in irgend einer be- !licbigen Weise; alle sind sich ähnlich und doch verschieden.

Noch andere haben die Sucht, Possen zu reißen, und sichliebenswürdig zu machen; wieder andere stehen stumm undunbeweglich wie die Statnen vom Morgen bis zum Abend, loder antworten nicht einmal, wenn inan sie frägt.

Wir glauben entschieden, daß von den vier Naturtrieben:der Erhaltung, des Erzählens, des Schaffens und der Nach-ahmung, die wahren Verrückten nur den Erhaltungstrieb l

bewahren, und daß die andern Triebe eingeschläfert, aber nichtverlöscht werden. i

B. G. N. 8. !