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Genie und Irrsinn in ihren Beziehungen zum Gesetz, zur Kritik und zur Geschichte
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Genie und Irrsinn.

unbedeutendsten Dingen — Knopf- und Schirmsammlungenzmit den lächerlichsten Mitteln suchen sie die Aufmerksamkeitder anderen auf sich zu lenken und schreiben Liebesbriefean sich selbst, um dieselben öffentlich vorzulesen, oderrauchen Trabucos und leiden Hunger. Sie streben nachder ersten Stelle in der Wirtshausgcscllschaft, in den poli-tischen Klubs, gründen kleine Litteraturgesellschaften undsind nur so wärmere Apostel, je größer ihre Unwissenheitist. Zuweilen sind sie von Jugend auf unverbesserlichgrausam, heuchlerisch und diebisch, machen sich aus Betrugund Diebstahl ein Vergnügen, wundern sich, wenn sie be-straft werden, obgleich sie mit den Bestimmungen der Ge-setze vollständig bekannt sind. Aber die Eitelkeit dieserMenschen geht ins Unglaubliche, sie begehen Verbrechen,um diese Eitelkeit zu befriedigen und kehren sich nicht daran,vaß ihre Vergehen nicht nur ihr ganzes Ansehen zerstören,sondern auch die Ehre nicht bringen, nach welcher sic sogierig streben. Es sind eben jene

(Närrisch wie die von Siena, die mit der Narrheit viel Bosheitverbinden).

Waö die intellektuellen Narren betrifft (Raggi a. a, O,),so sind es jene unermüdlichen Sprecher, die oft nicht im-stande sind, den eignen Redefluß ins Stocken zu bringenund ohne logische Gedankenverbindung reden und fast immerzu Schlüssen gelangen, die dem widersprechen, was sie sichvorgenommen hatten auszudrücken, was ihnen an gewissenTagen häufiger verkommt als an andern. Zuweilen wer-den dieselben von der Laune ergriffen, die Steine desStraßenpflasters, die Balken des Zimmers zu zählen oderden Blick auf die eignen Fußspitzen zu hefte». Ihre Zer-streuung geht so weit, daß sic zwei- oder dreimal derselben