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Genie und Irrsinn in ihren Beziehungen zum Gesetz, zur Kritik und zur Geschichte
Entstehung
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K-iiic mid Irrsinn.

Wunden und doch war dieses nicht unglücklicher alsjetzt, wo die Quelle seines Ruhmes auch die seines Un-glücks ist.

Dieser Einfluß der Rasse macht sich sowohl auf denGenius wie auf den Irrsinn geltend. Die Erziehung ver-mag denselben nur wenig oder gar nicht zu fördern oderanfzuheben. „Die Erziehung kann den Bären das Tanzenlehren," sagt Helvetius,*) „aber einen genialen Menschenzu schaffen, das vermag sie nicht."

Gewiß nur sehr wenige Geisteskrankheiten waren dieFrucht einer schlechten Erziehung, dagegen vererbten sichdieselben in unzähligen Fällen von den Eltern auf dieKinder und zwar nach Tigges im Verhältnis von 88, undnach Golge von 85 zu 100. Gelton und Ribot bemerkenandererseits, daß der Genius ebenso erblich sei als derIrrsinn, und daß ganz besonders leicht die musikalischeBegabung, die so manchen ins Irrenhaus jagt, von denEltern auf die Kinder übergehe. So hatten Palestrina,Benda, Düssek, Hiller, Mozart und Eichhorn sämtlichmusikalisch sehr begabte Kinder. Die Familie Bach schenkte,der Welt acht Generationen von Musikern und von denensich 57 nicht wenig hervorthaten. Unter den berühmtenMalern stammten Von der Weld, Bon Eyck, Mnritlo,Veronese, Bellini, Caracci, Correggio, Mieris, Bas-sano, Tintoretto, Caliari (Onkel, Vater und Sohn) alleaus Familien, deren Mitglieder sich schon mehr oderweniger mit der Malerei beschäftigt hatten. Die Familiedes Tizian besonders war fruchtbar an guten Malern,wie ans dem folgenden Stammbaume, welchen ich dem

*) Die Geschichte spricht nur von einem einzigen Falle, in dem dieEltern die poetischen Anlagen ihres Kindes nicht nur nicht bekämpften,sondern aus allen Kräften begünstigten, was Chapelnin, den berüch-tigten Sänger der Pucelle zu dem machte, was er war.