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Gruppe III. Chemische Industrie.
erreicht worden, so geht die weitere Diffusion in abnehmender Wärmeund schliesslich kalt vor sich.
Die Erwärmung des Saftes, durch welche man die Uehertragungder höheren Temperatur auf die Schnitzel vermittelt, wird gesondertin eigenen Wärmepfannen vorgenommen, in diese wird der Saft ausdem hinteren Theile der Cylinderreihen, der sogenannten Diffusions-batterien, befördert, nämlich durch auf den letzten Cylinder der Reihewirkenden Wasser- oder Luftdruck.
Die Temperatur des Wärmesaftes wird so regulirt, dass dieser diefrischen in dem vorderen Theile der Batterie befindlichen Rübenschnitzelauf etwa 50 bis 60° C. bringt, zu welchem Zwecke der heisse Wärmesaftin diese vorderen Cylinder einfliesst.
Ueber der Cylinderreihe oder Batterie, welche 8 bis 12 Cylinderenthält, von denen 7 bis 10 im Betriebe sind, während die übrigenentleert und frisch gefüllt werden, steht in einer Höhe von 6 bis 10 mder Behälter für das frische Druckwasser, während die Wärmepfannenmeist 1 bis 2 m über der Batterie zur Seite aufgestellt sind. Das rich-tige Yerhältniss zwischen dem Inhalt der Cylinder und der Schnitzel-füllung, oder was dasselbe ist, zwischen den in einem Cylinder enthal-tenen Schnitzeln und dem darin befindlichen und dem jedesmal darausabgedrückten Safte, sowie die Regelung der Temperaturen in allenCylindern, und die Zeit, während welcher die Schnitzel darin verweilen,um der Wirkung der immer mehr sich verdünnenden Säfte ansgesetztzu werden, sind die Hauptmomente, welche den Erfolg nach Güte undMenge des erhaltenen Saftes bedingen.
Da der Verlauf und die Ausführung der Diffusion im Einzelnennur an der Hand von Zeichnungen klar gemacht werden kann, so müs-sen wir auf eine ausführliche Beschreibung hier verzichten.
Von den mechanischen Abänderungen des Diffusionsapparates isthier nur die Vereinigung aller Gefässe in ein einziges zu erwähnen,welche Robert ausführte. Dadurch entstand der sehr sinnreich einge-richtete Einkörper, ein mit Bewegungstheilen versehener Cylinder,welcher eine ganz ununterbrochene Arbeit gestattet. Unter gewissenVerhältnissen ist eine solche Einrichtung unzweifelhaft von praktischemWerthe, obwohl dieselbe den zwar an Zahl grösseren an Einrichtungaber ganz einfachen gewöhnlichen Diffusionscylindern gegenüber wiederim Nachtheil ist und auch nicht ermöglicht, die Entsaftung der Schnitzelauf einen gleich hohen Grad zu bringen, wie dies in einer Batterieleicht geschieht. Der früher bei der Diffusion nothwendige hohe Was-serverbrauch , welcher durch die Anwendung von comprimirter Luftbeim Abdrücken des letzten Cylinderinhaltes schon bedeutend vermin-dert worden, ist bei dem Einkörper unvermeidlich geblieben, und inFolge dieser Verhältnisse hat der von Robert empfohlene Apparatkeine Verbreitung gefunden; in Seelowitz ist er freilich in Gebrauch