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Gruppe III. Chemische Industrie.
liehen Phosphaten, und H. Kitthausen 1 ) führte eine sehr wichtigeErweiterung unserer Kenntnisse über die Natur des Weizenklebersherbei.
Auch über das Dextrin und sein Verhalten sind unsere Kenntnissevielfach erweitert worden. Zum Theil sind dieselben in den vorhinS. 158 citirten Arbeiten, welche von der Einwirkung der Diastase undder Säuren auf das Stärkemehl handeln, niedergelegt; die übrigen sollenhier kurz aufgeführt werden.
R./Günsberg 2 ) studirte das Verhalten des Dextringummis zumAlbumin und fand, dass eine schwach angesäuerte klare Eieralbumin-lösung durch Dextrinlösung (gleichviel ob das Dextrin aus dem Stärke-mehl durch Diastase oder mittelst Schwefelsäure erhalten war) inFlocken gefällt werde, die sich leicht absetzen und sich weder in einemUeberschuss von Säuren noch von Dextringummi lösen.
Reines, d. h. zuckerfreies Dextrin wird nach L. Bondonneau 8 )erhalten, wenn man das käufliche, durch Rösten von Stärke erzielteDextrin des Handels in kaltem Wasser löst, mit etwas Thierkohle ent-färbt, mit Kupferchlorid und Natronlauge durch halbstündiges Kochenden vorhandenen Zucker zerstört, nach dem Erkalten filtrirt, sorgfältigund schwach mit Salzsäure ansäuert und darauf das Dextrin durchAlkohol fällt. Man löst abermals in Wasser, behandelt wieder mitThierkohle, schlägt das Dextrin neuerdings durch Alkohol nieder undwiederholt dies Verfahren so oft, bis das Dextrin beim Verbrennen keineAsche mehr hinterlässt. Das so erhaltene weisse Dextrin löst sich inkaltem Wasser vollständig auf und wird durch Jod dunkelroth gefärbt(die Färbung verschwindet beim Erwärmen auf 40°, erscheint aberbeim Erkalten wieder); es enthält nur höchstens 0'002 Traubenzucker,welcher beim Trocknen des Dextrins entstand, denn vorher enthieltdasselbe keine Spur von Traubenzucker. Solches reines Dextrin, ebensowie dasjenige mit ihm identische, welches auf dieselbe Weise aus durchBehandlung von Stärke mit einer verdünnten Säure dargestelltem Dex-trin bereitet ist, giebt mit alkalischer Kupferlösung keinen Niederschlagund mit Natronlauge keine Färbung. Dass das gewöhnliche Dextrinaus alkalischer Kupferlösung Kupferoxydul abscheidet und sich mitNatronlösung mehr oder weniger stark bräunt, rührt nur von dem darinenthaltenen Traubenzucker her.
Alis seinen anderweitigen Versuchen zieht Bondonneau folgendeSchlüsse:
1) Das Dextrin verwandelt sich bei hoher Temperatur, wenn ein
*) Ritthausen, Journ. f. pr, Chem. LXLI, 196; 0, 462; Chem. Cen-tralbl. 1867, 271. 2 ) Günsberg, Ding], pol. J. CLXIX, 67; Pol. Cen-
tralbl. 1863, 970. 8 ) Bondonneau, Dingl. pol. J. CCXII, 489; Pol.
Centralbl. 1874, 541.