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3,1,2 (1877) Chemische Industrie : mit einem Rückblick auf die Entwicklung der chemischen Industrie während des letzten Jahrzehends
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Stärkemehl - Industrie.

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big 1 ) und E Schulze und Märker 2 ). Nur eine Abhandlung ausneuester Zeit über diesen Gegenstand sei hier besonders angeführt; esist die von OSullivan 3 ), dessen zahlreiche und sehr sorgfältig aus-geführten Untersuchungen geeignet sind, die Angaben der Vorgängerzum Theil zu berichtigen. OSullivan fand, dass das Endproductder Einwirkung von Malz auf Stärke eine besondere, mit der Lactoseisomere, von ihm Maltose genannte Zuckerart ist, welche ein Drittelweniger Kupferoxyd reducirt als eine entsprechende Menge Dextrose,und w 7 odurch mancher Irrthum früherer Forscher eine Erklärung fin-det. Bei der Behandlung mit Säuren geht die Maltose in Dextrose über.

Das Volumgewicht der Stärke aus Kartoffeln und Arrow -Boot be-trägt nach Flückiger 4 ):

bei -|- 17 bis 18° C. lufttrocken bei 100° getrocknetfür Kartoffelstärke .... 15029 1'6330

Arrow-Boot.15045 1'5684

Was die absolute Grösse der Stärkemehlkörner verschiedener Ab-stammung anbetrifft, so ist auf Messungen hinzuweisen, die J. Wies-ner in einem Buche: Mikroskopische Untersuchungen 5 ) veröffentlicht

hat. Zur Bestimmung der mittleren Grösse der Stärkemehlkörner hatauch S c h ö n n e ) ein einfaches Verfahren empfohlen.

Um in den Stärkemehlsorten des Handels rasch und mit annähern-der Genauigkeit den Wassergehalt zu bestimmen, über dessen Grössehäufig zwischen Producenten und Käufern Streitigkeiten entstehen, hatder Verfasser 7 ) ein technisches Verfahren angegeben, welches auf dieDichtigkeitsänderung gegründet ist, welche Alkohol von einer bestimm-ten Stärke erleidet, wenn er mit einer gewissen Menge des wasser-haltigen Stärkemehls genügende Zeit in Berührung gewesen ist, da dasStärkemehl ausser unwesentlichen Spuren von Fett an starken Alkoholnichts Anderes als Wasser abgeben kann. Der Verfasser benutzt hierzuAlkohol von dem Vol.-Gew. = 08339 bei -|- 12 4 / 9 °K. (90 p. C. Tralles),

83*39

von dem er lOOcbcm = 83'39 g mit = 41'7 g des zu unter-

') Liebig, Ann. Chem. Pharm. CLIII, 137; Journ. f. pr. Chem.

(Neue Folge) I, 315; Dingl. pol. J. CXCVI, 552. 2 ) Schulze und

Märker, Dingl. pol. J. CCYI, 245. s ) OSullivan, Chem. soc. J. [2]

X, 579; Ber. chem. Ges. 1872, 485; Chem. Centralbl. 1872, 628; Ame-rican Chemist 1872, III, 130. 4 ) Flückiger, Zeitschr. f. analyt. Chem.

Y, 302. 6 ) Stuttgart hei J. Maier. 6 ) Schönn, Dingl. pol. J. CXCY,

469; Pol. Centralbl. 1870, 1005; Zeitschr. f. analyt. Chem. IX. 274.

7 ) Scheililer, Ann. d. Landwirthsch. 1869, 182; Ber. chem. Ges. II,170; Zeitschr. f. analyt. Chem. 1869, 473; Deutsch. Industrieztg. 1869,203; Dingl. pol. J. CXOII, 505; Pol. Centralbl. 1869, 749; Pol. Notizbl.1869, 338.