Pflanzenfaser.
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dünner Scheiben mit 80 Hl Wasser und 800 Kg Salzsäure durch ein-geleiteten Dampf 12 Stunden lang zum Kochen erhitzt. Die abgezo-gene Flüssigkeit, welche 20 p.C. der angewandten trockenen Holzsub-stanz an Glucose enthielt, wurde bis zu 99 p. C. mit kohlensaurem Kalkgesättigt und durch Hefenzusatz hei 22 bis 25 in Gährung versetzt,und aus der vergohrenen Flüssigkeit der Alkohol abdestillirt. Der aus-gewaschene Holzrückstand wurde unter verticalen Mühlsteinen zer-quetscht, im Holländer fein gemahlen und so ein graulich gefärbtesfür Packpajiiere und dergleichen geeignetes, Papierzeug erhalten 1 ).
Um aus diesem weissen Stoff zu erzeugen, wurde derselbe nachvorgängigem Bleichen mit Chlorgas mit Natronlauge ausgezogen undschliesslich durch Chlorkalklösung im Feinzeugholländer fertig ge-bleicht.
1 chm (370 Kg) Holz auf diese Weise verarbeitet, lieferte 100bis 120 Kg'schwach rothbraun gefärbten Holzstoff, dessen vollkommenesBleichen einen Verlust von circa 30 p.C. verursacht.
Auch dieses Verfahren hatte keine Lebensfähigkeit und es istwohl nicht schwierig, sieh dieses zu erklären. Sämmtliche angeführtenMethoden, welche auf der Anwendung von Säuren beruhen, leiden andenselben Uebelständen. Die verhältnissmässig lange Zeit, welcheerforderlich ist, um die Wirkung der Säure auszunutzen, ist für sichschon ein ungünstiger Umstand, und abgesehen davon, dass die ange-wandte Säure vollständig verloren geht, bleibt die Zerfaserung desHolzgewebes immer noch eine unvollständige. Es ist daher eine weiteremechanische Behandlung erforderlich, um diese zu vollenden. Fernerhat selbst das mit Königswasser behandelte Holz nur einen Theil derincrustirenden Substanzen verloren, und um das nachfolgende Bleichenüberhaupt möglich zu machen, muss der Rest derselben durch Natron-lauge entfernt werden, was in diesem Falle allerdings leichter vonstatten geht, da durch die Einwirkung des Chlors diese in einen Zustandübergeführt wurden, in welchem sie leichter löslich sind. Bei dem Ver-fahren von Bachet & Machard bleibt sogar der grösste Theil derincrustirenden Substanzen unverändert und erst durch die Behandlungdes mit Salzsäure ausgekochten Holzrückstandes mit Chlorgas werdendiese so verändert, dass sie bei der nachfolgenden Behandlung mitNatronlauge in Lösung gebracht werden können.
Die schon mehrfach aufgetauchte Idee das Holz durch beginnendeFäulniss oder durch den Wasserröstprocess für die Herstellung vonPapierstoff aufzubereiten, wurde vor einigen Jahren von A. Matthies-sen 2 ) wieder aufgenommen und bearbeitet. Diese Versuche habenergehen, dass durch Anwendung einer Art Wasserröste und naehfol-
J ) Payen, Wagn. Jaliresber, 1867.1868, Nro. 3758.
2 ) Mattliiessen, Engl. Patent10 *
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