Zur Geschichte der Handschriftensammlung.
•las ganze ehemalige Weingartische Besitztum endgültig fiel, nadiMgUdidie schon fortgeschafften Teile der Bibliothek ™^™ 1 ™&1™™^Regierungspräsident von Meyerfeld verneint zwar m seinem G^chten^die Berechtigung zu einem etwaigen Ansinnen m der angedeutetenRichtung. Und in der Tat ist auch von württemberg.seher bete garkein solcher Versuch gemacht worden. Hier war ohnehin durch dieSäkularisation eine grobe Anzahl reichlich fliehender QueUen vonBüchern nnd Handschriften aus den Bibliotheken der K ost r undritterschaftlichen Gebiete für das neue Kurfürstentum und ■*&&«£eröffnet worden, die seit 1805, wo die Komburger begonneu hat ,nach dem AVillen des Landesherrn alle nach der öffentliche iBibl.otliekin Stuttgart flössen, nachdem der Plan einer Zen ralb.l l.othek fürNeuwürttemberg in Ellwangen bald wieder aufgegeben woiden war.Das gab zunächst so grofsen Zufiufs und damit so ™lArbeit, dalsman fernerliegende Bibliotheken wie die Weingartner noch einige Jahrein ihrer alten Heimat liefs. Aber bestimmt waren auch diese für^dieStuttgarter Sammelstelle, entsprechend einer Verfügung vom,28. Uktobu1806,2) worin den Bibliothekaren der öffentlichen Bibliothek eröffnetwurde, dafs ebenso wie die Ellwanger Bibliothek alle übrigen nochin den Klöstern, Stiften usw. vorhandenen Werke mit der StuttgarterKöniglichen Bibliothek vereinigt werden sollen. Am 28. Januar 181UJwurden Auszüge aus den Katalogen der Weingartner Bibliothek vonden Stuttgarter Bibliothekaren dem Cameralamt Weingarten vorgelegt,damit nachgesehen würde, was davon noch im Kloster sich vor fändeund noch im August desselben Jahres wurde der^öffentlichen Eibl^thekeröffnet,') dafs der König befohlen habe, auch die Weingartner Biblio-thek nach Stuttgart zu bringen und das Vorzüglichste und Brauch-barste mit der Königlichen Grofsen Bibliothek zu vereinigen DieseAnordnung des Königs wurde durchkreuzt durch seinen eigenen - ander dann auch im Jahre 1810 noch ausgeführt wurde eine Handbblvothekzu gründen Und da nach des Königs Willen diese Kon.gl. Hand-bibliothek - seit 1887 Königl. Hofbibliothek - „des Handschnften-sehmuekes nicht entbehren" sollte,») so ^f-^'^Zr^tSchriften in diese neugegründete Bibliothek gleich mit ihre! Gründungund bildeten dort zusammen mit den Mergenthe.mern den Hauptbe tandder Handschriftensammlung. In der Handbibliothek wurde im Jahre1813 eine neue Verzeichnung dieser Handschriftenbestände vorgenommen,offenbar unter Benützung der Weingartner Kataloge und der m denmeisten Handschriften vorn eingeklebten Inhaltsverzeichnisse Einesolche Verzeichnung wurde für später um so wertvoller, als, jedenfallsauch noch unter der Regierung König Friedrichs (f 1816), vielen derHandschriften, besonders den historischen und juristischen, aber auch
1) Casseler Akten; s. oben
21 Nach Akten der Landesbibnotliek. , .,..
8) H Hevds Einleitung zu den „Handschriften der K. Oeffentlichen Biblio-thek zu Stuttgart", I. Abt. 1., 1889-1890, S. VIII.