Ursachen: Verlauf; Ausgang.
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Betracht kommen, da sie denselben allen gemeinsam sind.Zudem finden sich auffallend häufig schon bei verliältniss-mässig jugendlichen Paralytikern ausgebreitete endarterii-tisclie Processe, wie man sie sonst erst bei Greisen zu sehengewohnt ist. Hyperämische Zustände, Stauungen, Auswan-derung von weissen Blutkörperchen, Behinderungen derLymplicirkulation mögen dann die weiteren chronisch ent-zündlichen Veränderungen des Bindegewebes und den Unter-gang der nervösen Elemente vermitteln.
Der Verlauf der Dementia paralytica ist im All-gemeinen ein fortschreitender. Sehr häufig indessen wirdderselbe durch tiefe Remissionen unterbrochen, die meisteinige Wochen oder Monate, bisweilen aber auch selbsteine längere Reihe von Jahren andauern können. Währendderselben treten die akuten Symptome, die Wahnideen, dieAufregung zurück, auch die motorischen Störungen könnensich fast vollständig verlieren, aber es bleibt regelmässigeine Abstumpfung der psychischen Leistlings- und Wider-standsfähigkeit unverkennbar, die sich hauptsächlich in demMangel an Interesse und Initiative kundzugeben pflegt.Selten ist die Remission so vollkommen, dass sie demKranken die Wiederaufnahme seines früheren Berufes ge-stattet. Die maniakalischen Formen scheinen in dieserBeziehung die günstigsten Aussichten zu ( bieten. Beimweiblichen Geschlechte ist der Verlauf der Krankheit regel-mässig ein milderer, ,protaliirterer.
Der Ausgang der Dementia paralytica ist der Tod,die Prognose eine durchaus schlechte. Die ganz ver-einzelten Fälle von dauerndem Stillstände des Krankheits-processes (unter mehreren Hunderten vielleicht einer) könnengegenüber dem Gros der täglichen Erfahrungen kaum inBetracht kommen. Durch die trügerischen Remissionendarf man sich nicht täuschen lassen, selbst wenn die An-gehörigen dieselben als völlige Genesungen auffassen. DieDauer der Erkrankung schwankt zwischen ziemlich weitenGrenzen und beträgt im Mittel 2—3 Jahre, doch giebt esauch Fälle, namentlich der ascendirenden Formen, welchesich über 10 Jahre und länger hinziehen. Auch hei Frauenist die Durchschnittsdauer eine beträchtlich längere.