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Compendium der Psychiatrie : zum Gebrauche für Studirende und Aerzte
Entstehung
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II. Dämmerzustände.

Den gemeinsamen charakteristischen Grundzng der imFolgenden alsDämmerzustände zusammengefassten psycho-pathischen Symptomenkomplexe bildet eine mehr oderweniger tiefe Trübung des Bewusstseins. Von denAufregungszuständen, bei denen die Helligkeit des Bewusst-seins ebenfalls, aber durch heftige Schwankungen des gemütli-liclien Gleichgewichtes, beeinträchtigt wird, unterscheiden siesich durch das Fehlen der triebartigen motorischen Unruhe.Symptomatisch gieht sich die Bewusstseinsstörung kund ineiner Beschränkung der äusseren Auffassung, des Vor-stellungsverlaufes und der Willenshandlungen. Die Aus-dehnung der Störung wird aus dem Umfange dieser Be-schränkung, die Intensität derselben aus der grösserenoder geringeren Leichtigkeit ermessen, mit der es gelingt,dieselbe zu beseitigen.

A. Pathologische Sclilafzustände.

Hypnotismus. Gewissermaassen ein noch innerhalb derGesundheitsbreite liegendes Paradigma der Dämmerzuständestellt die experimentelle Geistesstörung des Hypnotismus*)dar. Es gelingt bekanntlich, namentlich bei psychopathischdisponirten und nervösen Individuen (Hysterischen), durchdie Einwirkung gewisser einförmiger Reize (Anstarren eines

*) Heidenhain, der sog. thierische Magnetismus, 4. Auflage,1880: Bäumler, der sog. animalische Magnetismus oder Hypno-tismus, 1881.

Kraepelin, Comp. d. Psychiatrie.

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