III. Aufregungszustände.
Wenn wir in den Depressionszuständen, dem Stupor,der Ekstase, Veränderungen des Stimmungsliintergrundesbegegnet sind, die nur das innerliche Leben des Krankenbetrafen, so haben wir uns nunmehr mit denjenigen psychi-schen Störungen zu beschäftigen, bei denen die Gefühls-schwankungen den Charakter der Affekte und Triebeannehmen und sich in motorische Erregung verschie-dener Art umsetzen. Die näheren physiologischen undpsychischen Bedingungen, unter denen gerade diese Um-setzung der centralen Reizung in Handlungen stattfindet,sind noch unbekannt, doch wissen wir, dass dieselbe schonunter normalen Verhältnissen durch gewisse Einflüsse (z. B.Alkoholgenuss) erleichtert wird. In den höheren Gradender psychischen Erregung ist stets- auch das Bewusstsein,die Apperception der äusseren und inneren Eindrücke, mehroder weniger getrübt, so dass dieselben deswegen auch als„Dämmerzustände“ aufgefasst werden könnten. Wegen dersonstigen klinischen Zusammengehörigkeit haben wir sieindessen in diesen Abschnitt mit einbezogen, zumal höchstwahrscheinlich in jenen Zuständen der Bewusstseinstrübungeine ganz andere Entstehungsweise und Bedeutung zukommt,als hier. Die Färbung des herrschenden Affektes ist einesehr verschiedene, nicht selten in einem und demselbenKrankheitsbilde wechselnde.
A. Melancholia activa.
Als aktive Melancholie im Gegensätze zu der früherbesprochenen passiven bezeichnet man eine Form der psy-chischen Störung, deren hervortretendstes Symptom die