Stadium der Depression.
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Gang ist etwas ungeschickt; die Erhaltung des Gleich-gewichtes, namentlich bei raschem Kehrtmachen und inschwierigen Positionen, wird dem Kranken schwer. Diesexuelle Potenz nimmt* allmählich ab oder erlischt gänzlich.Bisweilen kommt vorübergehend Unreinlichkeit (Urinent-leerung in das Bett, die Kleider) vor; auch ausgebildeteapoplektiforme Anfälle werden hie und da beobachtet.
In der Kegel ist dieses Depressionsstadium nicht vonsehr langer Dauer (höchstens einige Monate). Nicht seltenfolgt demselben eine Remission mit Zurücktreten der Wahn-ideen, in der das Fortbestehen . der krankhaften Störungnur noch an den deutlichen Zeichen der psychischenSchwäche erkennbar bleibt. Zuweilen jedoch gewinnt diemelancholische Verstimmung eine solche Ausdehnung, dasssie das ganze Krankheitsbild dauernd beherrscht (depres-sive F orm der Paralyse). Die Wahnideen schliessen sichim Anfänge oft ganz denjenigen melancholischer Krankeran, zeigen aber, namentlich im weiteren Verlaufe, meisteine gewisse Absurdität und Ungeheuerlichkeit, die sie vondenselben unterscheidet. Die Kranken glauben sich zu-nächst verfolgt, hören Stimmen, die sie bedrohen, äussernSelbstbeschuldigungen, fürchten, dass die Polizei sie ab-holen und ins Gefängniss werfen werde. Später kommt esbisweilen zu den heftigsten Angstzuständen, in denen dieKranken unausgesetzt aus Leibeskräften schreien, sich mitdem Ausdrucke des Entsetzens bei jedem Geräusche Um-sehen, in der Erwartung, von irgend etwas Schrecklichembetroffen zu werden, und jeder äusseren Einwirkung denverzweifeltsten Widerstand entgegensetzen. Sehr häufigsind hypochondrische Wahnvorstellungen, die Idee, nichtmehr essen, nicht mehr Urin lassen zu können, von Glas,Butter, Holz zu sein, die sie in die grösste Furcht vorjeder Berührung versetzen kann, der Wahn, keinen Kopf,keine Eingeweide mehr zu haben, gestorben, verdoppelt, klein,unsichtbar, viereckig zu sein. Die bizarren Formen und derWechsel dieser vielleicht häufig auf Anomalien des Gemein-gefühls beruhenden Wahnvorstellungen lassen bei den vorge-schrittenen Formen die Kritiklosigkeit des Kranken deutlicherkennen. Von der Verrücktheit unterscheidet ausser den