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IV. Periodische Geistesstörungen.
der pathologischen Natur dieser Störung, die von der Um-gebung gewöhnlich nur vom Standpunkte moralischer Ent-rüstung beurtheilt zu werden pflegt, die Behandlung dieserUnglücklichen mehl-, wie bisher, aus den Händen einsichts-loser Anverwandter in diejenigen des Arztes gelegt wird.
B. Die periodische Melancholie.
. Diese Form des periodischen Irreseins ist ungleichseltener, als die maniakalische. Das Krankheitsbild scheintmeist dasjenige einer Melancholie mit Wahnideen,Sinnestäuschungen und Selbstmordneigung, bisweilen auchdasjenige heftiger ängstlicher Erregung mit stärkererBewusstseinstrübung zu sein,'doch kommen auch leichteremelancholische Zustände in periodischer Wiederkehr zurBeobachtung. Die körperlichen Symptome sind dieselben,wie bei den entsprechenden einfachen Erkrankungen, Ab-nahme des Körpergewichtes, Schlaflosigkeit, Darnieder-liegen der Cirkulation und Verdauung, Herabsetzung derEigenwärme u. s. f. Die Dauer der Anfälle ist gewöhn-lich eine protrakirte, die Entwicklung und Lösung eineallmähliche; seltener tritt sie plötzlich und unvermitteltein. In einzelnen Fällen wurde ein maniakalisches Vor- undNachstadium beobachtet. Auch hier zeigt die Krankheitmeist einen progressiven, die Intervalle abkürzendenGang, wie sie sich überhaupt der periodischen Manie in allenwesentlichen Beziehungen analog zu verhalten scheint.
Bei der Behandlung ist hauptsächlich auf die Selbst-mordneigung Rücksicht zu nehmen. Neftel will in einemFalle durch „anelektrotonische Sympathikusbehandlung amHalse“, die er wegen des vermutheten Gefässkrampfes ein-leitete, einige Besserung erzielt haben.
C. Das cirknläre Irresein.*)
Das cirkuläre Irresein ist gewissermaassen als ein ab-wechselndes periodisches Auftreten maniakali-
*) Emmerich, Schmidts Jahrbücher CXC, 2.