Die periodische Manie.
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Naclit in unglaublichen Quantitäten herunterzustürzen. Un-bekümmert um irgend welche socialen, moralischen undökonomischen Rücksichten treibt er sich in den Kneipenherum, versäumt seine sonstigen Obliegenheiten, kehrt nichtmehr nach Hause zurück und giebt das letzte Geldstückdaran, ja er verkauft und versetzt die Kleidungsstücke anseinem Leibe, um seine krankhafte Gier zu befriedigen.Dabei besteht Schlaflosigkeit, vollständiger Appetitmangelund eine deutliche motorische Erregung. Trotz der grossenMengen des genossenen Alkohols kommt es doch nicht zusinnloser Betrunkenheit. Nach einigen Tagen oder Wochenhört das Trinken plötzlich auf; es stellt sich unter inten-sivem Ekelgefühle ein häufig von Delirien und Sinnestäu-schungen begleiteter Kollapszustand ein, in welchem auchdie körperlichen Folgen der Excesse, Erbrechen, Anorexie,Magenkatarrh, Unsicherheit der Bewegungen, Tremor starkhervortreten. Aus ihm geht der Kranke in relativ nor-malem Befinden hervor, zeigt oft eine tiefe Reue über dasVorgefallene und einen Abscheu gegen den Alkohol, ge-wöhnlich aber auch die Erscheinungen einer geringenpsychischen Widerstandsfähigkeit, erhöhte gemüthliche Reiz-barkeit und leichte Bestimmbarkeit.
Trotz aller guten Vorsätze wiederholen sich die Anfällein regelmässigen Intervallen ohne besonderen äusseren An-lass in genau gleicher Weise. Die Zwischenzeiten betrageneinige Wochen oder Monate (Quartalsäufer), seltener Jahre;sie pflegen sich bei längerem Bestände des Leidens allmäh-lich zu verkürzen, wobei zugleich mehr und mehr die ge-müthliche Schwäche und namentlich auch die körperlichenFolgen der gewaltigen Schädlichkeiten hervortreten.
Die Prognose ist eine absolut ungünstige; möglicher-weise wäre von einer jahrelangen systematischen Behand-lung in einem Trinkerasyle „Besserung“ zu erwarten, dochist das kaum sehr wahrscheinlich. Sicher könnten aberdie zerrüttenden Excesse durch jedesmalige sofortige Ver-bringung des Kranken in eine nahe gelegene geeigneteKrankenanstalt verhindert werden, wenn dadurch auch derAufregungszustand selbst natürlich nicht beseitigt wird.Vieles ist auch schon gewonnen, wenn durch die Kenntniss