Mania.
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Die psychische Behandlung des Maniakus hat vorAllem jede Beizung desselben so viel wie möglich zu ver-meiden, da dieselbe sehr leicht' zu heftigen Zornaushrüchenund grosser Widerspenstigkeit der Kranken führt. BuhigeFreundlichkeit, im geeigneten Momente mehr scherzhaftesEingehen auf die heitere Stimmung desselben, vorsichtigesgeduldiges Laviren, erleichtern den Verkehr ungemein undmachen oft den in ungeschickten Händen recht gefährlichenund gewaltthätigen Kranken lenksam und gutmütliig. Inder Bekonvalescenz ist es häufig sehr schwer, eine vor-zeitige Entlassung des noch immer erregten, sich gesundfühlenden und nach Hause drängenden Kranken zu ver-hüten, besonders, wenn auch die Angehörigen desselbenkeine klare Einsicht in den krankhaften Zustand besitzen.Sind die häuslichen Verhältnisse günstig, so kann hier eherein Entlassungsversuch gewagt werden, als bei den selbst-mordsüchtigen Melancholikern; im andern Falle muss manhoffen, das unbeirrte Hinausschieben dieses Termins nacherfolgter völliger Genesung Seitens des Kranken selbergebilligt zu sehen.
C. Deliriöse Aufregungszustände.
Die deliriösen Aufregungszustände sind symptomatischeBegleiterscheinungen mannigfaltiger Ernährungsstörungendes Gehirns, welche mit einer funktionellen Beizung des-selben einhergehen. Eigenthümlich ist ihnen eine starkhervortretende Störung der Apperception, die in keinemVerhältnisse zu der Stärke der krankhaften Affekte steht.Daher eine gewisse traumartige Verworrenheit und Zu-sammenhangslosigkeit des Vorstellungsverlaufes, massenhafteillusionäre (und liallucinatorische) Verfälschungen der Wahr-nehmung, sowie Mangel jeglicher kritischer Beurtheilung undBerichtigung derselben, Veränderungen, welche diese Gruppepsychischer Alterationen in nahe Verwandtschaft mit denoben behandelten Dämmerzuständen stellen. Nur das Vor-handensein lebhafter motorischer Aufregung zeichnetsie im Allgemeinen vor denselben aus.