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Compendium der Psychiatrie : zum Gebrauche für Studirende und Aerzte
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Mania.

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verschiedenartige interkurrente Erkrankungen, durch ein-fache Erschöpfung, durch Verletzungen und duroh Fett-embolien der Lungen in Folge von ausgedehnten Zer-quetschungen oder Vereiterungen des Unterhautzellgewebesherbeigeführt werden. Als eine besonders perniciöse Formder Erkrankung, die in der Mehrzahl der Fälle in Todausgeht, hat man das sog. „Delirium acutum“ beschrieben,einen Symptomenkomplex, von dem man annimmt, dass eran bestimmte anatomische Veränderungen im Gehirn ge-knüpft ist. Ohne Zweifel hat man unter dieser Bezeich-nung eine Reihe differenter Zustände zusammengeworfen,wie denn auch das Delirium acutum in sehr verschieden-artigen Krankheiten (z. B. der Dementia paralytica, Deli-rium tremens, schweren Melancholien) zur Ausbildungkommen kann. In dem stürmischen Verlaufe der Maniagravis treten dabei mehr und mehr die Erscheinungen derErschöpfung in den Vordergrund. Das Bewusstsein trübtsich bis zum Sopor; die lebhaften Delirien werden mussi-tirend, die motorische Erregung ermässigt sich zum Flocken-lesen , Herumtasten und Zupfen an der Bettdecke. DieKörpertemperatur bewegt sich in unregelmässigen Schwan-kungen zwischen 38 und 39°, steigt bisweilen bis auf 41°;der Puls ist klein, weich, frequent; im Harn findet sichbisweilen Eiweiss. Die Reflexerregbarkeit schwindet; esstellen sich verschiedenartige Lähmungserscheinungen, Pu-pillenerweiterung, Tremor und Unsicherheit der Bewegungen,Zusammensinken des Körpers u. s. w. ein, bis endlich unterZunahme der Herzschwäche in der Mehrzahl der Fälle derTod erfolgt. Wo dieses schwere Krankheitsbild nicht etwadurch begleitende somatische Affektioneri hervorgerufenwird, sind die hauptsächlichsten Entstehungsbedingungenwol in einer Herabsetzung der individuellen Widerstands-fähigkeit, sei es der nervösen Centralorgane überhaupt, seies des Gefässnervensystems im Besonderen, zu suchen. Da-für spricht der Umstand, dass schwächende Einflüsse allerArt, ferner Traumen, Alkoholismus, erbliche Belastung,weibliches Geschlecht als prädisponirende Momente von sehrentschiedener Bedeutung sein sollen.

Die pathologische Anatomie der Manie hat bisher

Kraepelin, Comp. d. Psychiatrie. yi