Mania.
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ist im Allgemeinen um so klarer, je weniger das Bewusst-sein getrübt war. Bei der Hypomanie haften meist alleEinzelheiten sehr getreu im Gedächtnisse, während dieKranken für die Zeit der ideenflüchtigen Verwirrtheit nureine undeutliche und summarische Erinnerung zu bewahrenpflegen.
Die Dauer der Manie beträgt im Mittel 5—7 Monate,selten über ein Jahr. Dagegen giebt es einzelne Fälle,die, wie es scheint, überaus rasch, in Zeit von wenigenMinuten oder höchstens Stunden, verlaufen können und dieman unter der Benennung der „Mania transitoria“ zu-sammengefasst hat. Derartige plötzliche Aufregungen, dieganz unvermutliet in das gesunde Leben hereinbrechen, umebenso wieder zu verschwinden, beruhen allerdings zumeisthöchst wahrscheinlich auf epileptischer Grundlage und sinddaher den früher beschriebenen Dämmerzuständen zuzu-rechnen. Dennoch bleibt auch unter Berücksichtigungdieses Umstandes noch eine kleine Zahl von Fällen übrig,denen eine andersartige Entstehungsweise zuzukommenscheint. Meist handelt es sich dabei um zornige Erregungmit plan- und ziellosem Toben und Wüthen bis zur Er-schöpfung, bisweilen auch mit einzelnen Symptomen derHirnreizung. Namentlich der Einfluss des Alkohols (patho-logische Eauschzustände) oder heftiger Affekte (Iracundiamorbosa) auf neuropatlnsche Personen scheint die Entwick-lung dieser Störungen zu begünstigen, die man wol amwahrscheinlichsten auf eine intensive funktionelle Reizungdurch üuxionäre Hyperämie, bisweilen vielleicht auch durchtoxische Einwirkungen zurückführen kann. Dem Anfallefolgt in der Regel ein mehrstündiger Schlaf, aus dem derKranke mit Kopfschmerzen, Schwindel, Abgeschlagenheit,aber bei klarem Bewusstsein, ohne deutliche Erinnerung andas Vorgefallene erwacht. Zweifelhaft muss es jedenfallsvor der Hand bleiben, ob dieses eigenthümliclie Krank-heitsbild mit Recht dem Formenkreise der Manie zuge-rechnet werden darf oder nicht, oh mit anderen Wortenhier wirklich auch jene allgemeine Erleichterung des Vor-stellungsverlaufes und der Umsetzung centraler Erregungin Bewegungen vorhanden ist, die wir als das wesent-