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III. Aufregungszustände.
dass eine derartige Remission sclion zu prognostischenSchlüssen berechtigte.
Der Nachlass der Krankheitserscheinungenvollzieht sich in sehr akut verlaufenden Fällen nicht seltenziemlich plötzlich. Die Kranken erwachen eines Morgensnach einer gut durchschlafenen Nacht ruhig und besonnen,zeigen Krankheitseinsicht, beginnen sich zu beschäftigenund gelangen ohne weitere Zwischenfälle zur Genesung;häufig allerdings erhält sich noch einige Zeit hindurch eineleichte maniakalisclie Erregung mit grosser Neigung zugelegentlichen, kurz dauernden Recidiven, Zornausbrüchenu. s. w. In der Mehrzahl der Fälle jedoch, und zwar regel-mässig in allen chronischer verlaufenden, erfolgt der Ein-tritt in die Rekonvalescenz unter allmählichem Nachlasseder Symptome mit vielfachem Wechsel von Exacerbationenund Remissionen. Bisweilen nimmt die maniakalisclie Er-regung in dieser Periode einen eigenthümlich albernen,schwachsinnigen Charakter mit kindischer Geschwätzigkeitund läppischem Benehmen an. Dieser Zustand, den manals „Moria“ zu bezeichnen pflegt, kann indessen im wei-teren Verlaufe doch noch in völlige Heilung hinüberführen.
Sehr gewöhnlich beobachtet man mit dem Zurück-treten der Aufregung ein kürzer oder länger dauerndesStadium der Erschöpfung, namentlich nach den schwe-reren und länger dauernden Formen der Manie. DerKranke ist deprimirt, still, zieht sich zurück, giebteinsilbige, zögernde Antworten, äussert Besorgnisse fürseine Zukunft, ist empfindlich gegen alle stärkeren äusserenEinwirkungen. Die psychischen Funktionen, der Verlaufund die Verbindung der Vorstellungen sind verlangsamtund erschwert; es tritt schon bei leichten Anstrengungenrasch Ermüdung ein; die frühere Elasticität und Aktivitätist gänzlich verschwunden. In sehr schweren Fällen kannes sogar zur Ausbildung einer förmlichen Dementia acutakommen. Nach und nach indessen verlieren sich dieseErscheinungen; mit der zunehmenden körperlichen Kräf-tigung stellt sich nach einigen Wochen oder Monaten auchdie alte psychische Leistungs- und Widerstandsfähigkeitwieder her. Die Erinnerung an die Zeit der Krankheit