Mania.
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Simulation dieses Zustandes muss regelmässig nacli sein-kurzer Zeit an der Unmöglichkeit scheitern, das lähmendeErmüdungsgefühl durch die blosse Willensanstrengung zuüberwinden. Beim Kranken genügt überdies bei der er-höhten Reizbarkeit schon der leiseste Impuls, ausgiebigeBewegungen auszulösen, während der Gesunde zur Erzielungdes gleichen Effektes eines unvergleichlich grösseren Auf-wandes von Willensenergie bedürfen würde.
Die Manie ist eine ziemlich häufige psychische Krank-heitsform; wie es scheint, gehören ihr etwa 1 / ß — J / 7 allerAufnahmen in Irrenanstalten an. Am häufigsten tritt siezwischen dem 20. und 25. Lebensjahre auf; erschöpfendeEinflüsse, Puerperium, lebhafte Affekte, Excesse, allgemeineNeurosen (Hysterie) sind wol als die wichtigsten Ursachen derPsychose zu bezeichnen. In der Regel geht dem Ausbrucheder maniakalischen Erregung ein kürzer oder länger, selbsteinige Monate dauerndes melancholisches Prodromalsta-dium voraus. Die Kranken sind niedergeschlagen, ver-stimmt, äussern allerlei depressive Ideen, klagen über Ver-dauungsstörungen, Schlaflosigkeit, Kopfdruck u. s. f. Beider Hypomanie und den rasch sich entwickelnden halluci-natorisclien Formen kann dieses Einleitungsstadium auchgänzlich fehlen. Der Umschlag in die Erregung vollziehtsich meist ziemlich rasch. Der Patient scheint zu genesen,fühlt sich frei und erleichtert, unternehmungslustig, bisdann die zunehmende Geschwätzigkeit, Unruhe und Exal-tation die wirkliche Sachlage klarlegen. Der weitereVerlauf ist dann ein sehr verschiedener. Verhältniss-mässig selten bleibt es bei den leichten Formen der Hypo-manie ; in der Regel entwickelt sich die maniakalischeErregung in schnellem Anstiege zu den stürmischeren Krank-heitsbildern mit ideenflüclitiger Verwirrtheit und lebhaftemBewegungsdrange. Auf der rasch erreichten Höhe kannsich die Psychose eine Reihe von Monaten lang ohne wesent-liche Veränderung erhalten; häufig aber beobachtet manmannigfache Nachlässe und Verschlimmerungen derselbenohne bestimmte Regelmässigkeit. Selbst in den schwerstenFormen der Erkrankung mit starker Bewusstseinstrübungkann vorübergehend die Besonnenheit zurückkehren, ohne