Melancholia activa; Mania.
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gefunden hat. Ausser diesen Mitteln sind natürlich auchdie schon oft erwähnten verlängerten Bäder und liydro-pathischen Wicklungen, endlich der Alkohol in verschiedenerForm zur Erzielung einer Beruhigung, namentlich für dieNacht, in Gebrauch zu ziehen, doch scheitern die genanntenMaassregeln nicht selten an dem sich immerfort steigerndenängstlichen Widerstande des Kranken. Verliältnissmässighäufig ist man in diesen Zuständen genötliigt, zur künst-lichen Fütterung zu greifen, wenn das Widerstreben unddie Aufregung des Patienten die regelmässige Nahrungs-aufnahme verhindert und das rasche Sinken der Körper-kräfte ein ärztliches Einschreiten erheischt.
Dass ausserdem die Sorge für die hygienischen Be-dürfnisse der Kranken, namentlich für Reinlichkeit, guteLuft, genügende Erwärmung der Aufenthaltsräume (beson-ders bei sich entkleidenden Kranken) von grösster Bedeu-tung ist, bedarf keiner weiteren Auseinandersetzung.
Die psychische Behandlung erfordert vor AllemRuhe und Geduld. Die Anwendung des Zwanges, wo sienothwendig ist (beim Füttern, An- und Auskleiden, Baden,Verbinden) hat mit grosser Schonung, aber mit Festigkeitzu geschehen; jedes heftige und ungeduldige Vorgehen ver-mehrt das Misstrauen und die Angst des Kranken. In derRekonvalescenz kann der freundliche Zuspruch des Arztessehr viel zur völligen Beruhigung des vertrauenden Krankenbeitragen; ebenso wird alsdann der ganze Schatz an ab-lenkenden und leicht zerstreuenden Mitteln mit Erfolg insFeld geführt werden. Besondere Sorgfalt ist auf die Fern-haltung gemüthlicher Erregungen während dieser Zeit zuverwenden.
B. Mania.
Die Grunderscheinung jener Krankheitsbilder, die manunter dem Namen der Manie zusammenfasst, bildet eineabnorme Erleichterung des Vorstellungsverlaufesund der Umsetzung centraler Erregungszuständein Handlungen. Während bei der aktiven Melancholiedas hervortretende pathologische Moment in dem mächtigen,
Kraepeliu, Comp. d. Psychiatrie. 16