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III. Aufregungszustände.
ängstliche Aufregung bildet. Auch der Stuporöse kannvon der heftigsten Angst gequält werden, aber dieselbe be-steht nur als Zustand innerer Spannung und vermag eshöchstens ganz vorübergehend, in Form der plötzlichen,raptusartigen Gewaltakte, die entgegenstehenden Hem-mungen zu durchbrechen. Hier indessen äussert sich dieAngst von vorn herein in einer gewissen Unruhe, diesich bis zur intensivsten motorischen Erregung steigernkann und das ganze Krankheitsbild beherrscht. In denleichtesten Formen bleibt die Störung auf das Gebiet desGefühls- und Trieblebens beschränkt. Der Kranke weisskeinen Grund für seine Angst anzugeben; dieselbe bleibtunbestimmt, ohne klaren Inhalt. Sehr häufig werden dabeibestimmte Sensationen, Druck und Beklemmung in der Herz-gegend, Gefühl des Zusammenschnürens im Halse, dumpfeBeengung im Kopfe u. dergl. als Ausgangspunkt der innerenunmotivirten Angst angegeben.
Meist aber bleibt es nicht hei dieser elementaren Formder Alteration, sondern es wird alsbald auch die Wahr-nehmung und der Vorstellungsverlauf des Kranken in Mit-leidenschaft gezogen. Zunächst entsteht die vage Befürch-tung eines bevorstehenden Unglücks, die allmählich mitsolcher Macht sich dem Kranken aufdrängt, dass sie diegesammte Auffassung der äusseren Eindrücke incharakteristischer Weise beeinflusst, ganz ähnlich wie wirschon durch die Einwirkung der physiologischen Angst-affekte oft genug ganz barocke Verfälschungen der Wahr-nehmung zu Stande kommen sehen. J edes auffallendeEreigniss der Umgebung wird in der schlimmsten Weiseinterpretirt, seine möglichen unheilvollen Folgen in dengrellsten Farben ausgemalt; jede Miene und Geberde wirdmit ängstlichem Misstrauen beobachtet und als Bestätigungder eigenen Befürchtungen gedeutet. Jeder neue Eindrucksignalisirt ein drohendes Unheil, jeder nahende Tritt kün-digt eine Unglücksbotschaft, neue Angst und neuen Schreckenan. Es besteht demnach hier eine ähnliche Ueberempfind-lichkeit, wie bei der passiven Melancholie mit ihrer Schmerz-reaktion auf alle äusseren Einwirkungen, nur mit demUnterschiede, dass hier keine einfache Verstimmung, son-