Stupor und Ekstase.
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kräfte etwas liintanzulialten, legt man die Kranken ins Bettund hält sie möglichst warm, doch ist darauf zu achten,dass dieselben dahei nicht, wie bisweilen beobachtet, starkonaniren. Die Obstipation wird durch leichte Laxantien,am besten durch Eingiessungen per anum bekämpft, wennder Kranke nicht sehr heftigen "Widerstand leistet. Ausser-dem passen Stimulantien, namentlich der Alkohol inin verschiedener Form (schwere Weine, Grog), um dieCirkulation anzuregen, allenfalls auch Kampher. Von grosserWichtigkeit endlich ist die Sorge für Reinlichkeit (warmeBäder, regelmässiges Anhalten zur Befriedigung der Be-dürfnisse) und, hei der ungenügenden Athmung der Kranken,für die reichliche Zufuhr frischer Luft. Wegen der Gefahrplötzlicher Gewaltthaten wird eine unausgesetzte sorgfältigeUeberwachung bei Tag und bei Nacht durchaus noth-wendig. Die psychische Behandlung vermeide auf derHöhe der Krankheit jedes ungeduldige Eindringen auf denPatienten, das ihn nur ängstlicher macht; alle ärztlich noth-wendigen Zwangsmaassregeln sollen mit Ruhe und Schonung,aber mit Festigkeit vorgenommen werden. Erst wenn dieängstliche Spannung sich zu lösen beginnt, kann mit vielemErfolge durch liebevolle, geduldige Beschäftigung mit demKranken und durch Anregung seiner gesunden Vorstellungs-kreise die Rekonvalescenz gefördert werden.
Von dem Stupor unterscheidet sich hauptsächlich durchdie Färbung des Stimmungshintergrundes ein im Uebrigendemselben ähnlicher Zustand, der bisweilen episodisch,namentlich bei epileptischen und hysterischen Kranken, auchbei Verrückten, zur Beobachtung kommt: die Ekstase.Auch hier tritt die Wahrnehmung der Aussenwelt gänzlichhinter den intensiven, das ganze Bewusstsein erfüllendenund beherrschenden Phantasiebildern zurück, aber der Inhaltderselben ist kein grauenvoller und schreckenerregender,sondern ein erhebender und beseligender. Der Kranke siehtLichtgestalten, Engel, die ganze Herrlichkeit Gottes; erfühlt sich im Himmel, eins mit dem Höchsten und Heilig-sten, und hört, wie er zu den erhabensten Aufgaben undStellungen berufen wird, Apostel, Papst, Christus, MutterGottes zu sein. Sehr häufig mischen sich auch lebhafte
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