Beginn nncl Ilölie der Erkrankung.
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Bemerkenswerth ist es, dass regelmässig kleine Ver-änderungen im Gefühlsleben die ersten und bisweilenWochen, Monate, selbst Jahre lang einzigen Anzeichen einerherannahenden Geisteskrankheit zu bilden pflegen. Ueberall,wo überhaupt ein Stadium der „Prodrome“ sich abgrenzt,spielen unter denselben erhöhte gemüthliclie Reizbarkeit undLaunenhaftigkeit, Unruhe, unmotivirt heitere oder depressiveStimmung die Hauptrolle, selbst wenn späterhin die Stö-rungen der Gefühle ganz in den Hintergrund treten. Ausser-dem sind Schlaflosigkeit und Zerstreutheit, Interesselosigkeitoder Geschäftigkeit häufige prodromale Symptome. Der-artige Vorläufer müssen natürlich fehlen, sobald die Krank-heitsursachen rasch und plötzlich die Psychose zu ihrerHöhe anwachsen lassen. Bei den langsam zur Entwicklunggelangenden Geistesstörungen ist der eigentliche Anfangderselben häufig schwer festzustellen; der Zeitpunkt, anwelchem von der Umgehung die erste Veränderung an demKranken wahrgenommen wurde, bietet oft nur einen sehrunzuverlässigen Anhaltspunkt für die Beurtheilung dar.
An das Stadium der Prodrome scliliesst sich bisweilenein solches der Initialsymptome an, in welchem zwar diePsychose bereits deutlich hervortritt, aber doch erst nachund nach zu jener vollständigen Ausbildung sich steigert,die man als die Höhe der Krankheit bezeichnen kann. Inandern Fällen erfolgt der eigentliche Ausbruch der Geistes-störung nach den vorangegangenen unbestimmten Symptomenmehr oder weniger plötzlich, besonders im Anschlüsse anirgend eine äussere Veranlassung, welche die schon ange-bahnte Störung rasch zur explosiven Höhe anwachsen lässt.
Höhe der Erkrankung. Der weitere Verlauf lässtje nach der Krankheitsform erhebliche Verschiedenheitenerkennen. Die Krankheit kann sich lange Zeit auf der-selben Höhe erhalten: kontinuirliclier Verlauf; oder siekann vielfache Schwankungen in der Intensität ihrer Er-scheinungen und selbst zeitweise völliges Zurücktreten der-selben darbieten: remittirender und intermittirenderVerlauf. Die letzteren Formen des Verlaufes sind imAllgemeinen die häufigeren, namentlich, so lange das Ge-fühlsleben noch in höherem Masse an dem Symptomen-