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I. Allgemeine Aetiologie.
daher schon in relativ frühem Lebensalter das Irresein zumAusbruche zu kommen.
Die symptomatische Form wie der Verlauf der psychi-schen Störung wiederholen in einzelnen Fällen mit grössterTreue das Krankheitsbild des Vorfahren, von dem sich dieVererbung herleitet (gleichartige Vererbung). MehrereGenerationen können auf diese Weise successive mit Selbst-mord endigen, oder es kann hei gleichen Anlässen, im gleichenLebensalter, derselbe Symptomenkomplex bei Descendentenund Ascendenten zur Entwicklung gelangen. Weit häufigerist indessen eine Transformation der Vererbung, die sichin der allermannigfaltigsten Weise vollziehen kann. Allejene oben genannten Erscheinungsformen der neuropathischenund psychopathischen- Konstitution treten als Glieder der-selben hereditären Kette neben einander auf. Die patholo-gische Grundlage ist allen gemeinsam, während die Aus-bildung der Anomalien im Einzelnen durch verschiedenartigeaccidentelle Momente bestimmt zu werden scheint. Am leich-testen verständlich ist dieses Verhalten dort, wo eben über-haupt nur eine krankhafte Anlage zur Vererbung kommtund wo die Einflüsse des individuellen Lebens -erst- für dieWeiterentwicklung derselben massgebend werden.
Gleichwol hat man vielfach gewisse allgemeine psycho-pathische Züge als charakteristisch für die hereditären Psy-chosen hingestellt, namentlich die Mischung ausgeprägterKrankheitssymptome mit relativ normalen psychischen Leist-ungen, ferner die rasche Ausbildung und das rasche Ver-schwinden sehr entwickelter Krankheitsbilder und Wahn-systeme, endlich die Neigung zu periodischem und namentlichcircularem Verlaufe. Ohne Zweifel sind die genannten Er-scheinungen hei Hereditariern häufiger als sonst, aber siedürfen wol nur insofern als specifisch gelten, als sie ebenDegenerationszeichen sind und als wir ja gerade in dererblichen Uebertragung eine überaus wichtige Ursache derpsychischen Entartung kennen gelernt haben.
Eine weit geringere pathognomonische Bedeutung kannnatürlich jenen körperlichen Abnormitäten (stigmata here-ditatis) beigemessen werden, die sich als Symptome vonEntwicklungshemmungen mit einer gewissen Häufigkeit hei