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Einleitung.
Cirkulationsstörungen und Aehnliches bedingen, nur einsymptomatischer Werth zugestanden werden, insofern manetwa aus ihnen auf die Koexistenz anderweitiger, vielleichtbisher noch nicht genau nachweisbarer Veränderungen inder Hirnrinde zurückschliessen darf.
In gröberen Umrissen und mit Hülfe der statistischenBetrachtung suchen jene Untersuchungsmethoden die Er-kenntniss psychiatrischer Probleme zu fördern, welche dasStudium der äusseren Gestaltung, sowie der physi-kalischen Verhältnisse des absoluten und speci-fischeu Gewichtes der verschiedenen Hirntheilezum Gegenstände haben. In ersterer Hinsicht hat nament-lich die Morphologie der Hirnwindungen als Angriffs-punkt gedient. Allein abgesehen von den vereinzeltenBeobachtungen entschiedener Missbildungen und der Kon-statirung des allgemeinen Zusammenhanges niederer ana-tomischer Entwicklung mit angeborenen Blödsinnszuständenhat das morphologische Studium der Windungsanomalienzwar für die anthropologische und vergleichend anatomische,kaum aber für die psychiatrische Forschung eine weitertragende Bedeutung zu erlangen vermocht. Auch die oftwieder aufgenommenen und mit grossem Aufwande von Ge-duld durchgeführten Hirnwägungen haben kaum viel mehrgeliefert, als den präziseren Ausdruck für gewisse ganz all-gemeine Beziehungen zwischen angeborener oder erworbener(Schrumpfung) Kleinheit der Gehirnmasse zur individuellenpsychischen Leistungsfähigkeit. <
Das Bedürfniss nach einer anatomischen Diagnostikderartiger Veränderungen am Lebenden hat noch eine wei-tere Wissenschaft in den Dienst der Psychiatrie geführt,die Kraniometrie. Nur bei sehr ausgeprägten Abwei-chungen in Grösse und Form des Gehirns kann man natur-gemäss die Möglichkeit eines Nachweises derselben aus deräusseren Schädelform erwarten. In der That haften dennauch den Ergebnissen der äusseren Schädelmessung eineReihe von Fehlerquellen an, welche dieselben für psychia-trische Fragen nur in sehr beschränktem Masse verwerthbarerscheinen lassen. Sieht man von besonders hochgradigenund leicht schon ohne feinere Massmethoden erkennbaren