Einleitung.
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in sich schliessen würde. Niemand wird jedoch bestreitenwollen, dass wir eine durchaus vollständige Anschauung vonden feinsten molekularen Prozessen im Gehirn haben könnten,ohne darum auch nur zu ahnen, dass wir es in ihm mitdem Organe des Seelenlebens zu thun haben. Der innere Zu-sammenhang zwischen cerebralen und psychischen Funktionenist uns bisher physiologisch absolut unverständlich;wir wissen in Wahrheit nur dieses Einzige, dass er über-haupt existirt und dass er allem Anscheine nach ein gesetz-massiger ist. Aus dieser unabweisbaren Ueberlegung ergiebtsich mit Nothwendigkeit die Forderung, das psychiatrischeForschungsgebiet von zwei verschiedenen Seiten herin Angriff zu nehmen, indem man einmal die körperlichenGrundlagen des krankhaften Seelenlebens, dann aber die Er-scheinungen dieses letzteren selbst mit den Hülfsmitteln undMethoden der Erfahrungswissenschaften zu studiren sucht.Nur auf diesem Wege, durch die innige Verknüpfungder Hirnpathologie mit der „Psychopathologie“,kann es gelingen, die Gesetze der Wechselbeziehungenzwischen somatischen und psychischen Störungen aufzufindenund somit zu einem wirklichen tieferen Verständnisse derErscheinungen des Irreseins vorzudringen.
Lehrbücher der Psychiatrie.
W. Griesinger, Die Pathologie und Therapie der psychischenKrankheiten. 4. Auflage. 1876.
H. Schülc, Handbuch der Geisteskrankheiten(v. Ziemssen’s Hand-buch der Pathologie und Therapie, XVI), 2. Auflage. 1880.
II. Emminghaus, Allgemeine Psychopathologie zur Einführungin das Studium der Geistesstörungen. 1878.
R. v. Krafft-Ebing, Lehrbuch der Psychiatrie. 2. Auflage. 1883.J. Weiss, Compendium der Psychiatrie. 1881.