54
ES8-KSSS
8 - 43 -
Anfängliche Arbeiten der Gränzregu-lirungs- Commissarc.
Die Gränzen können nicht wohl gleich bcymWinkel- und Linienmessen vollkommen und ge-hörig beschrieben werden, weil die Gränzcom-rniffare zu lange aufgehalten würden, wennsie auf die Feldmesser, bis sie eine jede geradeLinie ausgesteckt, horizontal gemessen und jedenWinkel visirt hatten, warten sollten. Nachdemaber alle Linien und Winkel der ganzen Gränzevom gemeinschaftlichen Geometer oder besser vonbeiderseitigen verschiedenen Feldmessern von Steinzu Stein gemessen, dabev in allen gegen einan-der zu conferirendcn Linien und Winkeln über-einstimmen und diese sich von der Richtigkeit desMaaßes aller Linien und Winkel vollkommen
die Maaßstäbe nur nach demAugenmaaßc ohne die geradeLinie abzusteckcn, in ungefährer gerader Richtung nachGlüdünken legen, und dadurch alle Augenblicke rechtsund links von der eigentlichen Linie abweichen. Ebenso oft wird gefehlt, wenn die Maaßrurhe oder Meßketteüi bergigtem Terrein nicht horizontal liegt, wodurch daswahre Maaß derHcnzonrallinie verloren geht, und manstets eine größere Anzahl Ruthen erhält, als der wahreHorizontal-Abstand beträgt. Alles dieses muß daher sorg-fäirig vermieden werden, weil sonst eine zusammenhän-gende Figur nie richtig schließen kann, und dergleichenUnrichtigkeiten in der Folge äußerst nachtheilig sind.