Z14 Untersuchung über die Entstehung
liehen Gebrauch, welcher ohnfehlbar bloß auf die natür-liche Astrologie eingeschränkt war. Ein Beyfpiel vondiesem Falle findet man in der 2484 jährigen Periodedes Arrstarcho, * welche die Vereinigung der Sonneund des Monds an den Punkte des Himmels zurückbrin-gen sollte, von welchem sie ehemals beyde zugleich weg-gelausen waren. Erhellet nun hieraus nicht, daß manbey Bestimmung dieser Periode aus die Wiederbringungaller Aspeckten, die diese zwey Gestirne in Rücksicht aufdas Hervorrücken det übrigen Sterne aus den Sonnen-stralen, unter einander bilden, sein Augenmerk gerichtethat? Unsere Absicht ist nicht, zu erörtern, in wiefern dieErfahrung mit dergleichen Bestimmungen zusammen ge.troffen hat: es ist genug, wenn wir wißen, daß die Al-ten allerdings eine Übereinstimmung zwischen derglei-chen himmlischen Begebenheiten und den Wetterveran-derungen erkannt, und den Himmel aus diesem Grun-de fleißig beobachtet haben. Und diese Kenntniß ist frey-lich in gewisser Rücksicht nicht zu verwerfen.
Allein diese anfangs zwar philosophischen Ideen wur-den gar bald von seichten Köpfen verhunzt. Man hielt inder Folge die Hyaden deswegen für ein wäßriges Ge-stirn , weil gewöhnlichermaßen, bald nach dessen Erschei-nung in der Morgenröthe, Regenwetter eiezusallen pfleg-te. Sirius erhielt den Namen des brennenden Hun-des : denn nach dessen Austritt aus den Sonnenstralenpflegte sofort die größte Sommerhitze einzufallen; dannscheint auch Sirius in Vergleich der übrigen Sterne,sehr brennend. Und man glaubte überhaupt, daß dieSterne, vermöge ihres feinen Ausflusses, Regen undWärme über die Erde ausgössen. Nun wären die er-sten
* Man sehe hierüber unsere astronomische Geschichteder neuern Zeiten.