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an der Beziehung der rechtsseitigen Figuren auf <iie Kloster-gründer 1 nicht endgültig zu widerlegen.
Ks ist daher nicht überflüssig, die Datierung nochvon der kostümgeschichtlichen Seite her va\ ver-suchen. Was die F r a u e n k 1 e i d u n g betrifft, so erinnertdas Kostüm Marias besonders an eine von Hefner auf dieMitte des 15. Jahrhunderts datierte Grabplatte von rötlichemSaudstein mit eingemeisselter kontourirter Frauengestalt,eingelassen im Boden der ehemaligen Cisterzienser Kirchezu Heilsbronn bei Ansbach (Begräbnisort der Burggrafenvon Nürnberg und der Markgrafen von iloheir/ollern). Diesehr einfache Tracht besteht aus einem faltenreichen Unter-kleid; darüber liegt ein weiter Mantel, der um die Armegelegt vorn zusammengehalten wird. Um den Hals gehtdas Rissentuch mit darüber hängendem Schleier oder Kopf-tuch, das auf dem Haupte und zu beiden Seiten in regel-mässige Falten gelegt ist 2 . Um die Jungfräulichkeit Mariaszu betonen, verwendet Füetrer das Rissentuch, das spezielleAbzeichen der verheirateten Frauen, ebenso den Schleiernicht, auch lässt er den Mantel mit seinem zartausgeführtengold-gestickten Saume gleichzeitig als Kopftuch dienen.
Auffallender ist der Kopfputz der beiden hinter derhl. Veronica stehenden vornehmen Frauen. Dieser turban-artige Aufsatz kam im 15. Jahrhundert in den Niederlandenund in Frankreich häutig, in Deutschland seltener vor.
Zum einfachen Priestergewand der rechts in deruntern Ecke stehenden Figur, die den Albertus vorstellenkann, kommt ein Barett, welches Aehnlichkeit mit demjenigenhat, welches die prächtige silberne Statuette des hl. Sebastianim liegensburger Domschatze zeigt.
Besonders interessant ist aber die Ritterrüstungdes Otkarius, eine vollständige Plattenrüstung, mit Brust-
1 Misslich ist namentlich, das* eine Tradition für das Bild desOtkarius nicht vorhanden war. Die einzigen bestimmt den Otkariuswiedergebenden Darstellungen siud 1. das Stiftergrab von Hans demSteinmetz. Vgl. Kunstdenkmale Bayerns I, Tafel 205. 2. Das Bild inden Wandmalereien aus dem sog. alten Hofe, jetzt im Saal 14 desNationalmuseums, um .1470 angeblich von Gabriel Mäclileskircher gemalt.Diese beiden Darstellungen stimmen nicht im allergeringsten mit einanderüberein.
2 Hefner-Alt eneck , Trachten etc. 10 Bde. Frankl. 18&>-Bd. VI. Tafel 366.