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Bayerische Chronik
Entstehung
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des Namens in den Weihnachtsehrungen vom Jahre 1493dahin gedeutet werden dürfen, dass er im letzteren Jahregestorben sei; mit grösster Wahrscheinlichkeit ist unterallen Umständen sein Tod mindestens eine ziemliche Zeitvor dem Juni 1502 anzusetzen.

II. Füetrers Werke und deren Abfassungszeit.

1. Sein Gemälde von Christi Kreuzigung.Im Sommer des Jahres 1881 kam ich zum ersten Male, indie kgl. Bildergallerie in Schieissheim, wo ich ein Gemäldefand, das der Katalog als von Ulrich Füetrer gemalt und ausder Zweibrückener Sammlung stammend bezeichnete. MeineZweifel an der Wichtigkeit der letzteren Angabe äusserteich gegenüber dem Konservator, Herrn Dr. Bayersdorfer,worauf er mir versprach, beide Angaben einer Prüfung zuunterziehen. Er tat dies mit seiner bekannten Genauigkeitund schrieb mir am 8. Jan. 1882 folgendes nach Leipzig:«Ich habe den Kommissionsbericht über Tegernsee aus denTagen der Klosteraufhebung in unserm Archive eingesehenund darin, wie Sie vermuteten, die drei l fraglichen Bildergefunden. Sie kommen aus Tegernsee, sind aber nur durchdie Beschreibung und exakte Grössenangabe zu identifizieren;denn diese alte Liste giebt sie einfach alsaltdeutsch"ohne Meisternamen. Letztere finden sich dann zuerst inMannlichs Kataloge der Schleissheimer Gallerie vom Jahre1810 und können nur auf einer mit den Bildern über-kommenen Tradition beruhen, da der damalige Stand derkunstgeschichtlichen Kenntnisse eine so plausible Taufeseitens der Galleriedirektion vollständig ausschliesst«. Esist also davon auszugehen, dass das Bild von Füetrer für'las Kloster Tegernsee gemalt worden ist.

Das Gemälde, dessen leider nicht sehr gelungene lie-produktion an der Spitze dieses Halbbandes steht, ist sehrgross, 1,86x2,95 Meter, auf Lindenholz in der alten, vorder Oelmalerei geübten Temperamanier grau in grau gemalt

1 Es handelte sich auch um zwei Tafelgemälde Gabriel Mächle*-

kirchers.