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Bayerische Chronik
Entstehung
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welchem er selbst den Mangel der Vollendung betont K Obihn Altersschwäche, das Bewusstsein seiner Unfähigkeit,selbständig Geschichte zu schreiben, oder die Schwierigkeit,die Taten noch lebender, namentlich dem Hofe angehörigerPersonen zu behandeln, an der Fortführung seines Werkesgehindert hat, ist fraglich; es mögen alle drei Gründe mit-gewirkt haben, besonders aber der letzte; denn Füetrer istwohl noch selbst derjenige gewesen, der durch Rand-bemerkungen und eingeschobene Zettel die Chronik zu ver-bessern suchte; fortgesetzt hat er sie nicht mehr.

1492 schenkte er dem Kloster Benediktbeuern einelateinische Handschrift geistlichen Inhalts 2 und von da anist er nicht mehr nachzuweisen. Dass seiner bei den Tegern-s eer Weihnachtsehrungen vom Jahre 1493 nicht mehr ge-dacht wird, lässt nicht mit Zuverlässigkeit auf seinen Todschliessen, zumal da seit dem Jahre 1492 ein neuer Abt imKloster waltete; doch ist es wahrscheinlich, dass er baldnachher starb.

Da es für sicher gelten darf, dass er an der mit seinenNotizen und zwar geraume Zeit vor der Mitte des Jahres 1502hergestellten Handschr. z a keinen persönlichen Anteil mehrhatte, muss man seinen Tod jedenfalls vor diese Zeit setzen.Das Verschenken von Büchern pflegen Gelehrte auch heut-zutage bis zum Aufsetzen ihres Testamentes zu verschieben;so wird wohl die Schenkung vom Jahre 1492 und das Fehlen

1 8. 214,33. Bei dieser Gelegenheit erwähne ich, dass die dortfolgenden Verse an den Schluss von Seifrida Gedicht vom grossenAlexander in der Heidelberger Hdschr. no. 347 erinnern :

Vnd das vns der engel scharVor allem vbel hie bewar,Das vns das allen wyder uar,Das sprecht Amen gar.

2 Clm. 4774 aus Benediktbeuern. Der Miscellankodex enthält:Liber de laudibus B. Mariae. Expositio super Ave Maria. Conradi deSaxonia Speculum Mariae. Johannis de Sacro Bosco Algotismii3 deintegris. Hichardi de Leycestria Speculum sacerdotum. Auf Blatt 1 stehtder Eintrag: Magister Ulricus Fuetrar obtulit liunc codiccllum sanetoBenedicto in Benedictenpewren anno domini MCCGCLXXXXII in dtßconeeptionis Marie virginis [8. Dez.] monaci in domo nostra. Hievongab zuerst Nachricht lliezler III, 870 Anrn.; die ausführlichere Angabeverdanke ich Leidinger. Magister kann sehr wohl als ehrenderTite 1*einen Maler gebraucht werden, vgl. Du Gange IV, 180. Ordinat. domusDalphini an. 1340: Item ordinamus habere debere unum MagistruMSartorem seu Talliatorem (maitre tailleur).

3 Vgl. unten VII: Die Fortsetzung in z.