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1 (1808) A - E
Entstehung
Seite
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Expr

298 Expl Expr .

Auch Wieland hak es gebraucht:Der Sohn folg-te seinem Vater in der Sultanschaft und in allen seinenGroßthaten."

Exploriren, erforschen, auskundschaften, ausspähen,ausgattern. Dis letzte ist zwar niedrig, aber doch vonLessing'en im Nathan gebraucht.

Explosion, der Ausbruch, das Losknallen, der Aus-wurf.

Expoliren, ausglättcn, abglätten, abputzen.

Exponent, in der Größenlehrc, der Anzeiger, oder be-stimmter, der Verhaltniß-anzciger, der Würden-an-zeiger, der Wurzel-anzeiger (.exponens radicis).Burja. Stutz hat den Ausdruck verkürzt, indem erWurzelzeiger dafür angesetzt hat.

Exponiren, 1. in der Schulsprache, erklären, übersetzen;2. in der Sprache der großen Welt, mit sich verbun-den, sich aussetzen (nämlich einer Gefahr, einer Be-schimpfung n. s.w.). Auch sich der Gefahr aussetzen undsich in den Fall setzen. Der Feldherr setzte sich, wieder gemeinste Krieger, allen Gefahren aus. Ich magmich nicht in den Fall setzen abgewiesen zu werden.Haller hat auch, nach der Aehnlichkeit von preisge-ben, den Ausdruck preisstehen für exponier oder aus-gesetzt sein gebildet.

Sein unbeschütztes Volk steht fremder Herrschsuchk

preis.

Export, die Ausfuhr.

Exporten, Ausfuhrwaaren, d. i. solche, die aus demLande heraus in andere Lander gehen. Man sagt auchausgehende Waaren dafür.

Exportiren, ausführen, verfahren.

Exposd, eine Auseinandersetzung, Darlegung. Ausein-andersetzung der Streitpunkte; Darlegung der Rechts-gründe.

Exposition, 1. die Ausstellung; 2. die Auseinander-setzung oder Entwickelung, z B. eines Begriffs. Kanthat das Wort, in dieser Bedeutung genommen, durchErörterung übersetzt. 3 . In der Schauspielkunst, dieEinleitung, wodurch der Zuschauer mit dem Entstehender aufzuführenden Handlung und mit den Hauptperso-nen des Stücks bekannt gemacht wird. Man könnteauch die Entfaltung in diesem Sinne gebrauchen.

Ex p08t, oder ex post facto, hintennach oder hinterher.

Expostuliren, zanken, rechten, streiten.

Express, ausdrücklich. Expressis verbis, mit ausdrück-lichen Worten. Man sagt auch eigens für exprefs.Ich habe es ihm eigens aufgetragen.

Expre8ser, ein Bote; oder, wo dis noch nicht hinläng-lich scheinen sollte, ein eigener Bote. Stutz hat einGedungener dafür angesetzt; wobei man aber eben soleicht an einen gedungenen Tagelöhner, Krieger, Lobred-ner «. f. w., als an einen solchen Boten denken könnte.

Expression, der Ausdruck.

Exsp

Expressiv; ausdrucksvoll ist dafür gebräuchlich; alleindie Wörter, Ausdruck und voll scheinen nicht gut miteinander verbunden zu werden, weil das erste sich aufdas Acußere des Gegenstandes, auf welchem etwasausgedruckt wird, das andere hingegen auf den innernRaum desselben, welcher angefüllt werden kann, bezieht.Zur Entschuldigung kann man indeß freilich sagen: daßvoll auch von der Oberflache eines Dinges, insoferndieselbe ganz und gar mit etwas bedeckt ist, gesagt zuwerden pflegt, z. B. ein Gesicht voll Sommersprossen.

Exprimiren, ausdrucken, nicht ausdrücken. Letztes istfür die eigentliche, erstes für die uncigcntliche Bedeu-tung. Eine Zitrone wird ausgedrückt, eine Empfindungausgedruckt. S. Stosch'ens Kleine Beiträge.

Ex professo. Dieser Lat. Ausdruck kommt in der R. a.ex prqfesso von etwas handeln, vor, welche demzufälligen und beiläufigen Berühren oder Erwähnen ent-gegensetzt wird.Dismahl habe ich dieser Sache nurim Vorbeigehen erwähnt, ein ander mahl werde ichex professo davon handeln." Warum nicht ausführ-lich , oder eigens? In andern Fällen paßt geflissent-lich, auch absichtlich dafür. Hepnatz zieht eigenesWerks vor, welcher Ausdruck mir doch etwas steifes zuhabeu scheint:Es wäre zu wünschen, das jemand ein-mahl eigenes Werks hierüber schriebe."

Expromissor, der etwas ( statt eines andern) für sichselbst oder in seinem eigenen Namen zusagt. Link (indem Neuen Katechismus des Kanzeleistils) hat Selbst-schuldner dafür angesetzt.

Expropriiren, einen des Besitzes oder Eigenthums be-rauben. Die Achnlichkeitsregcl würde enteigenthumendafür erlauben, wenn dieser Ausdruck nicht so schwer-fällig wäre.

Exptilsioii, die Austreibung, das Austreiben.

Exquisit, ausgesucht, auserlesen.

Exsequien* S. Exequien.

Exsiccantia, austrocknende Mittel.

Exsiccation, die Austrocknung, oder das Austrocknen.

Exspectant. Stutz behauptet ganz richtig, daß unserWartender im Grunde eben so viel sagt.' Aber da^ die-sem Deutschen Ausdrucke die nähere Bestimmung fehlt,die wir bei dem fremden Worte nun einmahl hinzuzu-denken gewohnt sind die der Anwartschaft auf einAmt oder auf eine Versorgung obwol diese Bestim-mung durch das fremde Wort auch gar nicht angedeu-tet wird: so glaube ich, daß wir uns leichter gewöh-nen würden, diese nähere Bestimmung mit einem neuenWorte zu verbinden, und schlage dazu der Wärter vor.Er ist unter die Wärter gesetzt oder aufgenommenworden.

Exspectanz, die Anwartschaft.

Exspectivirt [ein, sagt man, wenn man zu erkennengeben will, daß jemand die Anwartschaft auf etwas

erhal-